In Deutschland werden die Corona-Maßnahmen verschärft. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich durchgesetzt und es kommt zu einem neuen Lockdown. Ab 2. November sollen Kontakte „auf absolutes Minimum“ beschränkt werden.

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen – also jenen, wo es vermutlich keine Fehler in Laboren gab – greift die deutsche Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel zu drastischen Maßnahmen. Bei der Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer hat die Regierungschefin diese von einem harten Kurs überzeugt. Der Focus bezeichnet die neuen Maßnahmen als „zeitlich beschränkten Lockdown“.

Weitgehende Eingriffe in allen Lebensbereichen

Bei den Maßnahmen geht es de facto um Kontaktverbote. Deutschlandweit dürfen sich nur noch Personen des eigenen und eines weiteren Haushalts gemeinsam in der Öffentlichkeit aufhalten. Dies solle verbindlich gelten, Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen würden von den Ordnungsbehörden sanktioniert, wie es in einem Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes hieß. Ebenso wird von Besuchen bei Verwandten abgeraten, soweit diese mit Reisen verbunden sind. „Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge“, so der Entwurf der Regierung.

Faktischer Lockdown im gesamten Land

Laut den Plänen soll der Tourismus heruntergefahren werden. Erlaubt bleiben sollen nur „notwendige und ausdrücklich nicht touristische“ Übernachtungen. Zusperren sollen auch Theater, Opern und Konzerthäuser, Spielhallen, Kinos und Freizeitparks, Fitnessstudios, Sportanlagen, Schwimmbäder. Alle Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, sollen untersagt werden. Ebenso müssen Gastronomiebetriebe wie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen geschlossen werden – ausgenommen Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause.

Dienstleistungsbetriebe wie Kosmetikstudios, Massagepraxen etc. sollen auch geschlossen werden, Ausnahmen gibt es nur für Physiotherapien und Friseursalons. Im Einzelhandel dürfen Geschäfte geöffnet bleiben, wenn sie sicherstellen, dass sich nicht mehr als ein Kunde pro 25 qm im Geschäft aufhält. Arbeitgeber sollen ihre Angestellten – sofern möglich – ins Homeoffice schicken. Lediglich Kindergärten und Schulen sollen den Plänen zufolge wie bisher geöffnet bleiben.