Im deutschen Hamm (Nordrhein-Westfalen) verbieten die Behörden jetzt wegen des Corona-Virus Familienfeiern.

Corona macht vieles möglich. Auch in Österreich werden durch die Regierung die Grundrechte zunehmend eingeschränkt. Mittels Verordnungen soll so etwa das Betreten öffentlicher Orte untersagt oder Ausgangsbeschränkungen verhängt werden, ähnlich wie dies schon in Australien geschieht. Auch bei Veranstaltungen wird rigoros eingeschränkt. Für Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze (etwa Stehveranstaltungen) gilt derzeit in geschlossenen Räumen die maximale Personen-Höchstzahl von 10 Personen. Draußen dürfen sich immerhin noch 100 Personen treffen. Nur es könnte noch viel mehr kommen.

„Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist.“

Denn im deutschen Hamm geht man schon ganz andere Wege. Nachdem Anfang der Woche durch eine Großhochzeit die Corona-Zahlen in der nordrhein-westfälischen Stadt stark anstiegen, reagierte man mit einer neuen Allgemeinverfügung. In dieser wird geregelt, dass für private Feiern mit 51 bis 150 Teilnehmern eine Genehmigungspflicht vorgesehen ist. Feiern mit 25 bis 50 Teilnehmern müssen angezeigt werden. Inzwischen hat die Stadt, wie „Welt“ berichet, bereits drei private Feiern untersagt, zwei Junggesellinnenabschiede und eine Verlobungsfeier. Anzeigepflichtig sind jene Personen, die zu der Feier einladen. Auch Vermieter von gewerblichen Räumen, die diese für Feste zur Verfügung stellen, müssen dies der Stadt Hamm mitteilen. Zudem ist auch der Veranstalter verpflichtet, bis spätestens drei Tage nach dem Fest, dem Ordnungsamt eine Teilnehmerliste zu übersenden. Kommt man der Anzeigepflicht nicht nach oder stellt keinen Genehmigungsantrag droht eine Geldbuße von 2.500 Euro.

Weitere Einschränkungen

Zudem hat die Stadt Hamm auch angeordnet, dass sich derzeit nur maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Haushalten gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten. Auch wurde die Maskenpflicht im Unterricht wieder eingeführt. Das sich nur Personen, die in einem Haushalt leben ohne Mindestabstand in der Öffentlichkeit aufhalten dürfen, hat auch schon die österreichische Regierung während des Lockdown im Frühjahr angeordnet. Die Tatsache, dass jedoch private Feiern ab einer bestimmten Personenanzahl bei den Behörden gemeldet oder gar behördlich genehmigt werden müssen, wäre der Bundesregierung sicher auch noch eine Verordnung wert, immerhin ist es so noch einfacher den Bürger zu kontrollieren.