Im deutschen Pass kann jetzt ein drittes Geschlecht eingetragen werden.

Der SPÖ-Parlamentsklub scheint gerade eifrig dabei zu sein, sich um die dringendsten Zukunftsfragen unseres Landes zu kümmern. In einer OTS-Aussendung der APA, die die Öffentlichkeit gestern erreichte, bejubelt Mario Lindner, der Vorsitzende der schwulen Sozialdemokraten, den nunmehr erfolgten Vorstoß des deutschen Bundesverfassungsgerichts.

Ein Kommentar von Chefredakteur Kurt Guggenbichler


Dieser gibt intersexuellen Menschen nun endlich die Möglichkeit, ihre geschlechtliche Identität – was immer das auch sein mag – „positiv“ eintragen zu lassen. Diese Entscheidung habe der Gesetzgeber gemäß des Karlsruher Urteils nun bis Ende 2018 umzusetzen.

Urteil wirft neue Fragen auf

Damit dürften dann in Deutschland auch sämtliche öffentlichen Toilettentrennungen obsolet geworden sein, weil sich das betroffene ES dann frei entscheiden kann, ob es die Damen- oder Herrenkabine für den Erleichterungsakt benutzt.

In unserer heutigen Bedenkenträger- und Betroffenheitsgesellschaft kann es natürlich noch sein, dass vielleicht eigene Aborte für die Menschen der dritten Art eingerichtet werden müssen. Ob man in diesen Kabinen dann im Stehen oder im Sitzen zu pinkeln hat, dürfte noch ausführlich zu diskutieren sein, damit nicht gegen etwaige Regeln der politischen Korrektheit verstoßen wird. Aber bis dahin dürfte noch viel Pipi die Urinale hinunterfließen.

Zuwachs von ES-Personen?

Denn in Österreich hinke man, was dieses Thema betreffe, noch immer hinterher, gebe es immer noch „einige Missstände“ klagt  Lindner und fordert eine stärkere professionellere Beratung und Betreuung, wohl auch im Hinblick auf den zu erwartenden Zuwachs an ES-Personen. Denn in Österreich würden jährlich an die 20 Kinder geboren, die nicht eindeutig als männlich oder weiblich zuzuordnen sind, erläutert Lindner, während der einfach gestrickte Österreicher nun angestrengt überlegt, wie das ES bei einem Baby zu erkennen ist…