Laut der Arbeiterwohlfahrt sind vom Gesundheitsministerium gelieferte FFP2-Masken untauglich für den Einsatz. Das Gesundheitsministerium versucht die Vorwürfe zu entkräften.

In Deutschland hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Anfang November bundesweit 290 Millionen Masken an Pflegeheime und ambulante Dienste zu verteilen. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) im westlichen Westfalen warnte nun ihre Pflegeheime, die Masken, die der Bund vor einigen Tagen geschickt hatte, zu verwenden. In rund 60 Einrichtungen der AWO waren 30.000 FFP2-Masken angeliefert worden. Diese seien allerdings für die Pflege nicht zu gebrauchen, wie der Sprecher der AWO Westliches Westfalen Jörg Richard mitteilte.

Mangelnde Zulassung und Kontrolle

Wie die AWO kritisiert, seien die Masken für den Gebrauch im medizinischen Bereich nicht einzusetzen, da sie mit dem Hinweis „Non-Medical“ versehen seien. Zudem würden bei einigen auch Angaben wie das Haltbarkeitsdatum oder der Verwendungsbereich fehlen. Daher werden die jetzt gelieferten Masken nicht genutzt werden, da die Pflegenden sicher sein müssten, dass sie bei ihrer Arbeit auch wirklich geschützt sind, wie es von Seiten der AWO heißt, die weiters bekanntgibt, auch wie bisher weitere Masken, die den Standards entsprechen, selbst zu besorgen.

Gesundheitsministerium dementiert Vorwürfe

Lauf Gesundheitsministerium ist mit den Masken, die an rund 60 AWO-Pflegeheime geliefert wurden, alles in Ordnung. Die Warnung, worauf die FFP2-Schutzmasken über erhebliche Mängel verfügen würden, wurden vom Ministerium als haltlos zurückgewiesen. „Die Masken seien geprüft und für gut befunden worden, verlautbart ein Ministeriumssprecher. Grund für den Aufdruck „for non medical use only“ sei lediglich die Tatsache, dass es keine speziellen FFP2- oder FFP3-Masken für den medizinischen Bereich gebe, weshalb die chinesischen Hersteller gemäß Vorschriften diesen Aufdruck vor dem Export anbringen müssen.