Am 15. Oktober berichtete das deutsche Medium Nordkurier über einen Zwischenfall, der Tierschützern, speziell Artenschützern die Tränen in die Augen treibt. In Wilsickow in der Uckermark kollidierte ein junger Seeadler mit dem Rotor eines Windrades. Das majestätische Tier überlebt den Zusammenstoß nicht. Neben Vögeln und Fledermäusen verenden nur in Deutschland jedes Jahr Milliarden Insekten durch die Prestigeprojekte der grünen Energiewende.

Die Spitzen der Windräder können mit bis zu 400 km/h durch die Luft schneiden. Gerät ein Vogel in die Bahn, bedeutet dies den Tod, der manchmal auch ein qualvolles Verenden sein kann. Dem Seeadler in der Uckermark wurde ein Teil des Flügels abgeschlagen. Ob das edle Tier lange im Todeskampf leiden musste, ist nicht bekannt. 

Mindestens 100.000 Vögel sterben jährlich

Tatsache ist hingegen, dass bei den angeblich umweltfreundlichen Windkraftprojekten keinerlei Rücksicht auf die Umwelt genommen wird. Pro Windrad werden oft hektarweise Wälder gerodet. Im Betrieb fallen den riesigen Rotoren jedes Jahr mindestens 100.000 Vögel zum Opfer. Bei Insekten wird von Milliarden gesprochen. Dabei argumentieren Befürworter mit ähnlichen Worten, die sie anderswo verdammen: Das wären zu vernachlässigbare Größen, Insekten würden auch von Vögeln gefressen. Außerdem lebten in Deutschland angeblich ohnehin viel weniger Vögel als vor 40 Jahren.

Seeadler wurden Mitte des 20. Jahrhunderts in Mittel- und Westeuropa fast ausgerottet. Seit den 1980er Jahren soll sich der Bestand wieder erholen. Die riesigen Jäger der Lüfte erreichen Flügelspannweiten bis zu 2,5 Metern.

Der Hobbyfotograf Fritz Gampe kommentierte den Vorfall gegenüber dem Nordkurier traurig: „Was bleibt ist der getrocknete Blutfleck an der Spitze des Windflügels. Der wird vom nächsten Regen abgewaschen werden.“ Würden die Milliarden, welche man aktuell angeblich in die Klimapolitik pumpen will, für die Forschung an umweltverträglicheren Windgeneratoren eingesetzt, hätten Mensch und Tier vielleicht mehr davon.