Stadl-Paura hat es schon schwer. Wie soll es nur auf sich aufmerksam machen, wenn unweit entfernt das  überragende Stift Lambach immer wieder alle Blicke auf sich zieht. Das war schon immer so und wird wohl auch so bleiben, obwohl der kleine und äußerlich unauffällige Ort am rechten Ufer des Traunbogens mehr zu bieten hat, als der meist eilig Durch- und Vorbeireisende zu sehen bekommt.
Hört man als Oberösterreicher Stadl-Paura, denken ältere Semester sofort an das Bundesheer-Munitionslager, das sich in einem nahen Wald der Gemeinde versteckt und so den Blicken von Ortsbewohnern und -besuchern entzogen ist. Noch ältere Semester, die sich an die große Zeit Stadl-Pauras als Salzumladeplatz für die Traunschiffer erinnern könnten oder an die Ära der Pferdeeisenbahn gibt es natürlich nicht.

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Einzelne Relikte aus dieser Zeit finden sich schon in der Gemeinde, entweder im Original oder als Nachbau. Damit gemeint ist zum einen das renovierte Stationsgebäude der Pferdeeisenbahn beim ehemaligen Hengstendepot, zum anderen die noch nicht solange wiedererrichteten Salzstadeln mit der derzeit laufenden Sonderausstellung über die Salzschiffahrt auf der Traun. Ein Zufall ist das nicht, denn für die gerade laufende Landesausstellung „Mensch & Pferd“ hat sich auch Stadl-Paura besonders herausgeputzt. Auch die Gastronomie hat sich in Stadl-Paura und Umgebung in Positur gebracht und die Patronate der einzelnen Wirtschaften stehen kochbereit an den Herden.

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„In allen Häusern können Sie gut essen“, konstatiert der Bürgermeister, doch fragt man einen alteingesessenen „Stadlinger“, wohin man sich zwecks Nahrungsaufnahme am Besten wenden könne, verweist einen dieser zum Gasthaus „Stadlwirt“ beim „Horse Trainings Center“ und Pferdeflüsterer Hellmayr.
„Dort gibt es übrigens Großartiges zu erleben“, betont Popp, „ebenso wie im Pferde­zentrum“ und er rät allen Besuchern Paura nicht zu verlassen, ohne nicht auch die Paura-Kirche besichtigt zu haben.

 

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