Am Mittwoch wurde im Parlament beim freien Spiel der politischen Kräfte der Weg für das Ende des mutmaßlich krebserregenden Ackergifts Glyphosat geebnet. Umweltschützer jubelten als die FPÖ gemeinsam mit der SPÖ die zaghafte ÖVP überstimmten. 

Ein neuer Vorstoß der Sozialdemokraten erhielt jetzt Zustimmung von FPÖ-Chef Norbert Hofer.

Weg frei für Gesetzesvorschlag

Beide Parteien liefen gegen die Anwendung des umstrittenen Mittels des US-Agrarkonzers Monsato Sturm. Alle Anträge für ein Verbot wurden bisher wegen der ÖVP-Dominanz im Parlament verhindert. Die neue Gesetzesvorlage muss noch im Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft behandelt werden. Eine Abänderung des Pflangenschutzmittelgesetzes wäre schon bei der nächsten Plenarsitzung am 2. Juli möglich.

Vom Verkäufer zum Bienenflüsterer 3

Naturschützer jubeln

Die ÖVP strebte hingegen mit einem eigenen Vorstoß nur ein Teilverbot vor, da es angeblich nicht mit dem EU-Recht vereinbar sei. Naturschützer brachen nach der Abstimmung Freudentränen aus. „Jetzt ist der Weg frei für eine echte Ökologisierung unserer Landwirtschaft“, meldete der Global 2000-Biochemiker Helmut Burtscher-Schaden.