„Sch…e“, für diesen Ausspruch der deutschen grünen Spitzenkandidatin Annalena Baerbock wird wohl deren Bundesparteitag in Erinnerung bleiben. Beim Bundeskongress der österreichischen Grünen in Linz war es Vizekanzler Werner Kogler, der sich in Bezug auf die jüngsten ÖVP-Skandale wenig inklusiv zeigte.

Ein Kommentar von Matthias Hellner

Er erklärte, es tue nicht weh, „ich bin ja nicht von der Sado-Maso-Truppe“. Obwohl viele Grün-Wähler vermutlich einen anderen Eindruck haben, denn so treu wie die Grünen den Türkisen die Stange halten, kann einem schon warm ums Herz werden, bei so viel Selbstverleugnung und „Aufopferung“. Neben den üblichen Lobpreisungen der angereisten grünen Ministerriege versuchte man Geschlossenheit zu demonstrieren und sich zugleich auf den Landtagswahlkampf einzustimmen.

Im Gleichschritt marschieren gegen den Klimawandel

So trommelte auch der grüne OÖ-Spitzenkandidat Stefan Kaineder für den totalen Kampf gegen den Klimawandel. Er sprach von einem „riesigen historischen Auftrag“, den die Grünen hätten. Dieser bestehe darin, Österreich bis 2030 klimaneutral zu machen. Zwar sei das Regieren nicht immer einfach, „wir marschieren trotzdem weiter und wir regieren trotzdem weiter, […] damit dieses Land klimaneutral wird“, gibt sich Kaineder für die Grünen ungewohnt martialisch. Es wird also ein langer Marsch oder ein großer Sprung, der dem Land bevorsteht, Mao hat es vorgemacht. Und viele werden dabei vermutlich auf der Strecke bleiben. Das merken derzeit auch die deutschen Grünen, denen die Öko-Debatte nicht gut tat.

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