1978, als das Kernkraftwerk in Zwentendorf in Betrieb gehen sollte, schlug die Geburtsstunde der „Grünen“. Es war ein Zusammenschluss von Umwelt­aktivisten und Naturschutz ihre Basis. Ich war noch nicht geboren, aber durch Fotos und Erzählungen meiner Eltern ist es, als wäre ich selbst dabei gewesen.

Ein Kommentar von Elsa Mittmannsgruber

Mein Vater bei den Hainburger Auen, meine Mutter bei Anti-Atomkraft-Demos. Klar vor mir sehe ich noch den gelben Sticker mit der Sonne und „Atomkraft? Nein danke“, der auf unserem Türrahmen klebte. Jahrzehnte sind nun vergangen und vom einstigen Geist der „Grünen“ ist wenig übrig.

Auch meine Eltern haben sich meilenweit von der Partei entfernt. Nicht aber, weil sie ihre Einstellung geändert hätten. Nein, weil die „Grünen“ ihre Basis verraten haben. Sie sind von einer Umweltpartei zu einer Minderheitenpartei verkommen.

Gewollt kinderlose Frauen, Homosexuelle, Migranten, Pseudointellektuelle, Elitäre, sexuell Anor­male (Stichwort: Pädophilie) – das wurde ihre Kernklientel, die sie über die Jahre bedienten und die schließlich fast zum Fallstrick wurde.

Bis Herr Kog­ler den Zahn der Zeit erkannte und sich mit voller Wucht auf den alles dominierenden Klimazug schmiss. Der CO2-Antrieb katapultierte ihn und seine GrünInnen ins Parlament, wo sie nun viel Schaden anrichten könnten. Wie sich aber seit Beginn ihrer Amtsperiode zeigt, peppen sie höchstens ähnlich einer Zimmerpflanze die sonst so schwarzen Regierungsbüros mit etwas Grün auf.

Denn unter dem Deckmantel des Koalitionsfriedens werfen sie all ihre vermeintlichen Grundsätze über Bord. Die Zustimmung zum Kükenschreddern zählt zu den jüngsten Schmankerln. Sie wollen an der Macht bleiben und keinesfalls Dominus Basti verärgern.

Auch die „Grünen“ nutzten lediglich die Klima-PR-Strategie und spielen damit nur Investoren und Großkapital in die Taschen. Selbst, wenn noch so viele Sprechblasen im Regierungsprogramm stehen – echter Umweltschutz interessiert nicht, denn das würde Heimatschutz bedeuten. Und der Schutz der „Heimat Österreich“ steht bekanntlich nicht auf dem grünen Menüplan.