Für den Start ihrer Sky-Serie „Die Ibiza-Affäre“ haben sich die Macher den schlechtesten Zeitpunkt ausgesucht. Denn warum sollte sich jetzt jemand einen alten Polit-Skandal anschauen, wenn doch gerade ein aktuellerer und spannenderer Polit-Skandal live läuft.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Nachgestellte Szenen eines alten Hutes anzuschauen ist wirklich nur halb so lustig, wenn man die echten Szenen schon bis zum Überdruss gesehen hat.
Die Ibiza-TV-Serie beruht auf dem Buch der SZ-Journalisten Frederic Obermaier und Bastian Obermayer, die von den System-Medien als Ibiza-Aufdecker hofiert werden. Allerdings fragen sich heute viele, was diese groß aufzudecken gehabt hätten, wenn sowieso schon von Anfang an klar war, dass die beiden echten Hauptdarsteller des Streifens reingelegt werden sollten und man das kompromittierende Material anschließend veröffentlichen würde.

An eigenen Maßstäben messen

Heute weiß man, was schon damals viele gesagt haben, dass ein alkoholumnebeltes Geschwafel zum großen Polit-Skandal aufgeblasen wurde, um Strache zu desavouieren und der FPÖ zu schaden. Nur zu gern sind Kurz & Co. auf diesen Zug aufgesprungen, ohne zu ahnen, dass sich ein altes Sprichwort wieder einmal bewahrheiten würde: Das, was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu!

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