Bei der Entlastung verkehrsbelasteter Zentren komme künftig auch den Regionalbahnen eine wichtige Rolle zu, sagt Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ), der zur Zeit alles unternimmt, um der Mühlkreisbahn ein Schicksal a lá Salzkammergutbahn oder Steyrtalbahn zu ersparen.

Ein Beitrag von Kurt Guggenbichler

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Sterbende Traditions-Bahnen

Die Steyrtalbahn rollt wenigstens noch zu touristischen Zwecken als Museumsbahn, aber die Salzkammergutbahn oder auch Ischlerbahn ist aus dem Landschaftsbild getilgt. Ihr Betrieb wurde bereits 1958 eingestellt.

Die Schließung dieser Bahn habe der damalige Salzburger Landeshauptmann Josef Klaus im Nachhinein als seinen größten politischen Fehler bezeichnet, sagt Steinkellner (FPÖ).

Bevölkerung soll eingebunden werden

Deshalb konferierte er kürzlich wohl auch sehr engagiert über die Möglichkeiten der Attraktivierung und Beschleunigung der Mühlkreisbahn mit den jeweils betroffenen Gemeinde- und Bezirksvertretern.

In die noch folgenden Diskussionen soll auch die Bevölkerung eingebunden werden, heißt es. Die Arbeitsgruppe „Pro Mühlkreisbahn“ unter der Leitung des Kleinzeller Bürgermeisters Klaus Falkinger (ÖVP) befasst sich bereits mit der Evaluierung sämtlicher Eisenbahnkreuzungen entlang der Strecke.

Rund 20.000 Fahrgäste pro Jahr

Auch die Zukunft der Steyrtaler Museumsbahn scheint nicht in Frage gestellt zu sein, da das Land Oberösterreich den Ankauf von zwei neuen Lokomotivkesseln mit 210.000 Euro mitfinanziert hat, wie jetzt mitgeteilt wurde.

Damit sei der Betrieb für die nächsten Jahrzehnte gesichert, freuen sich Steinbachs Bürgermeister Christian Dörfel (ÖVP) und sein Kollege Gerald Hackl (SPÖ), Bürgermeister der Stadt Steyr.

Mit der Steyrtal-Museumsbahn werden zwischen Steyr und Grünburg jedes Jahr noch an die 20.000 Fahrgäste befördert.