Initiator der Rückbesinnung und Neubenennung von Westbahn zu RAPID: Franz Wohlmuth, bisher sportlicher Leiter, der jetzt die Fäden in der Hand hält.

ASKÖ Westbahn Linz hatte nie etwas mit der Marke Westbahn zu tun, deshalb wird der Fußballverein bald Rapid heißen und hoffentlich für Aufsehen sorgen. Nicht nur mit seinem neuen alten Namen. Denn RAPID Linz gab es bereits vor knapp 100 Jahren.

Ein Bericht von Georg M. Hofbauer

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Selbst wenn der Name RAPID seit einigen Ausschreitungen in Wien derzeit nicht so gut angeschrieben ist, in der Fußballwelt: Die zukünftigen Rapidler vom Seidelbastweg in Linz sind bester Dinge, endlich wieder den „echten, den wirklichen“ Namen annehmen zu können.

Imbiss „Kaiser Franz“

Triebfeder für die Rückbesinnung und den Namen, der bereits zwischen 1921 und 1945 verwendet wurde, ist der umtriebige Wirt und bisherige sportliche Leiter Franz Rudolf Wohlmuth. Er nahm jetzt den Verein unter seine Fittiche und sorgt für Dynamik.

Genauso, wie in seinem bodenständigen Lokal an der Linzer Unionstraße, wo er mit seiner Beflaggung und der Marke „Kaiser Franz“ immer wieder für Aufsehen sorgt. „Wir stellen alles auf neue Füße. Immer wurden wir gefragt, ob wir die Westbahn als Sponsor haben, ob uns Haselsteiner unterstützt.

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Durchstarten

Leider eben nicht“, sagt Wohlmuth im „Wochenblick“-Gespräch. „Rapid hat Kraft und ist ein klingender Name, damit kann man etwas bewegen“, setzt er nun auf die „neue alte“ Bezeichnung des traditionellen Fußballvereins, der derzeit in der zweiten Klasse Mitte spielt und den fünften Platz hält. Gegen eine starke Haider Mannschaft konnte Westbahn zuletzt ein bemerkenswertes Unentschieden erringen.

Im Sommer soll die Umbenennung auf RAPID durchgezogen werden und in der neuen Fußball-Saison soll durchgestartet werden. Mit vollem Engagement, vielleicht sogar mit einem neuen Sponsor, aber auf jeden Fall mit sehr klaren Zielen vor Augen. Ziele, die auch der treuen Anhänger-Schar von rund 300 Zuschauern gefallen könnten: Mittelfristig soll sich RAPID in die Bezirksliga „hinaufspielen“. Dafür braucht der Verein routinierte Spieler, und um diese zu bekommen, ist eben eine gute finanzielle Grundausstattung notwendig.