Jössas na, das ging aber schnell: Noch vor wenigen Tagen tönte unser Sonnenkanzler Sebastian I., dass die Verantwortung für die Pandemie ab sofort die Sache des Einzelnen sei. Die Kehrtwende kam dann postwendend – denn schon ist er wieder im Alarm-Modus. Er ruft die Menschen auf, möglichst zügig impfen zu gehen, denn eine „vierte Welle“ drohe. Kritische Bürger fragen sich: Soll die Panikmache vor einem weiteren Lockdown die Menschen zur Impfung treiben?

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Ist es nur ein Fall von Zuckerbrot und Peitsche? Wurde Kurz von seinen globalistischen Freunden und Einflüsterern zurückgepfiffen? Oder hat er schlichtweg keine Ahnung, was er in der sogenannten Pandemie von sich gibt, und sagt einfach ein Sammelsurium von Dingen, von denen er glaubt, dass die Bürger sie genau jetzt hören wollen? Ist das Hin-und Her ein seltener Einblick in die situative Unehrlichkeit des Kanzlers? Oder ist es nur der Jetlag, während er in Amerika mit den Eliten beim Geheimgipfel mauschelt, die ihn wirre Wortfetzen in den Äther blasen lassen? Geht ihm sein altes Vorbild Netanjahu in Israel ab, weil er sich seine Knallhart-Maßnahmen dort nicht mehr abschauen kann?

Blick nach Holland soll Leute in Impfzentren treiben

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, welche dieser zutiefst beunruhigenden Optionen mir als die am wenigsten problematische erscheint. Denn so viel ist klar: Da will uns jemand ganz eindeutig zum Narren halten. Plötzlich, als gerade die Inzidenzen überall in den Keller rasseln, taucht wie aus dem Nichts die nächste „gefährliche“ Variante auf. Diese fällt ganz zufällig genau auf den Zeitpunkt, wo man einen Grund für die Ankurbelung der jeweiligen Impf-Kampagnen in diversen Ländern braucht – und das, obwohl die Impfung dagegen gar nicht so recht zu schützen scheint. Man könnte fast von einer „glücklichen Fügung des Schicksals“ sprechen. Oder half man diesem ein wenig nach?

Es ist jedenfalls eine Variante, deren Symptomatik mehr an eine intensive Sommergrippe erinnert als an eine Corona-Abart. Und es ist eine Variante, die in den Niederlanden zwar zu einem Anstieg der Fallzahlen, neuen Teil-Lockdowns und früheren Sperrstunden sowie Verboten von Veranstaltungen führt – nicht aber zu einer höheren Auslastung der Krankenhäuser. Aber als Argumentationshilfe taugt sie, wie Kurz ganz offen zugibt, denn: „Ein Anstieg der Ansteckungszahlen wie jüngst in Südeuropa oder den Niederlanden ‚wird auch bei uns stattfinden'“, zitiert ihn eines seiner Inseratenkaiser-Blätter.

Mit Schikanen zum „niederschwelligen“ Impf-Angebot

Aus diesem Grund schickt der Kanzler noch einmal voraus, dass jetzt möglichst schnell alle zur Impfung sollen. Im Einkaufszentrum, am Friedhof, ganz wurscht wo: Hauptsache an die Nadel und schnell einen Teil der Zigmillionen gehorteten Dosen aufbrauchen. Weil das Virus ist gefährlich und es „kommt in Wellen“. Und einen vierten Lockdown im Herbst, den will doch garantiert gar niemand. Und weil den niemand will, braucht es jetzt eilig eine Erzählung, mit der man ihn dann doch rechtfertigen kann.

Wie eine Parteikollegin von Kurz – und zwar keine geringere als die Chefin der mächtigen niederösterreichischen Landespartei – zugibt, will man zuerst das nach sozialen Kontakten und Unternehmung lechzende Volk mit Tests schikanieren. Das Kalkül: irgendwann wird es ihnen zu blöd und sie gehen freiwillig impfen. Jene, welche man so nicht bekommt, kriegt man dann, wenn nach dem Sommer mutmaßlich (wie in Frankreich) die Tests teures Geld kosten sollen. Und für den Rest folgt dann die Sündenbock-Nummer.

Vorbei oder nicht vorbei, das ist hier die Frage

Es scheint so sicher wie das Amen im Gebet: Impfstoffe, bei denen Geimpfte, die sich bei Geimpften anstecken, weitere Geimpfte anstecken und sogar dutzende auf einmal mit dem Virus infizieren können, werden sicherlich nicht dafür sorgen, dass „die Pandemie vorbei“ ist, wie Kurz dies für „Jeden, der geimpft ist“, prophezeit. Wenn überhaupt, dann wäre es auch für diesen Bevölkerungsteil das „massive Problem“, das Kurz nur für jene sehen will, die sich nicht impfen lassen.

„Impfen lassen“: Das heißt in diesem Fall, damit wir uns nicht falsch verstehen: Sich einen hastig entwickelten, experimentellen Impfstoff in die Blutbahn pfeifen lassen, der nur eine Notfall-Zulassung besitzt und weltweit zu Abertausenden an äußerst schweren Nebenwirkungen und mutmaßlich einer Vielzahl an Todesfällen führte. Dies alles gegen ein Virus, das bislang für 99,99 Prozent der gesunden Menschen im erwerbsfähigen Alter nicht tödlich war – und das, obwohl das Vakzin nur einen selbst vor schweren Verläufen schützen soll, aber nicht vor Ansteckung und Weitergabe.

Ungeimpfte als Sündenböcke für politische Unfähigkeit

Logik hat das keine, außer vielleicht jene, dass man nicht wie in Afrika die Hochöfen anwerfen will, um ungebrauchte und abgelaufene Impfdosen entsorgen zu müssen. Und jene, dass man die totalitäre Tour, an der man in den vergangenen anderthalb Jahren so ziemlich Gefallen fand, noch eine Weile durchziehen kann. Die Zweiklassen-Gesellschaft wird in Zement gegossen – und sie wird noch härter und bedrohlicher werden.

Denn, wenn sich im Herbst herausstellt, dass die ganze Geimpften, die dann natürlich auch nicht mehr getestet wurden, das Virus in der ganzen Bevölkerung verteilten, werden die Ungeimpften dafür Schuld sein. Die Lokale könnten dann schließen, weil jene, welche sie den ganzen Sommer nicht betreten durften, eine angeblich so große Gefahr seien. Man wird mit dem Finger auf sie zeigen, als wären sie Aussätzige.

Ein „Pieks“ sie zu knechten, sie alle zu impfen…

Kommt ein solcher Lockdown wirklich – oder ist die sinnlose Knallhart-Maßnahme nur eine Drohgebärde, die allen Leuten jetzt Beine machen soll? Man kann es auch als kritischer Beobachter nicht fix sagen. Denn wie häufig waren die Versprechungen des Kanzlers wenig wert? Als Wochenblick und andere freie Medien den Braten des zweiten Lockdowns schon im September gerochen hatten, dementierten Kurz & Anschober vehement bis tief in den Oktober hinein, dass ein solcher in Planung stünde. Auch Masken hielt der Kanzler einst für sinnlos, ehe er sie zum Allheilmittel erklärte.

Eigentlich kann sich die heimische Wirtschaft keinen bundesweiten, vierten Lockdown leisten. Aber genau deshalb könnte das Schreckgespenst jetzt auftauchen. Arbeitgeber sollen in Angst geraten, dass ihr Betrieb zum nächsten Viren-Drehkreuz wird. Sie sollen von ihren Mitarbeitern dann verlangen, sich impfen zu lassen – oder andernfalls ihre Anstellung zu riskieren. Oder gar nicht erst aus der Probezeit übernommen zu werden, wenn sie gerade erst wieder Arbeit fanden, nachdem die Regierungs-Maßnahmen ihre angestammte Stelle zunichte machten. Auf dem Papier ist es keine Impfpflicht…

Menschen mit Existenz-Angst zum Gehorsam treiben

Ob es die Delta-Variante sein wird, ist dabei irrelevant. Der Bedrohungs-Schmäh wird so lange gesponnen, bis alle Beeindruckbaren an Bord sind. Und das könnten dann ganz schön viele sein. Die Angst, am nächsten Tag die eigene Familie nicht mehr ernähren zu können, wird sogar den Widerstand manches scharfen Kritikers zu brechen wissen. Luft und Liebe sind zwar ein schönes, romantisches Konzept – aber am Ende des Tages füttert sie keine hungrigen Münder. Idealismus ist das eine – die Realität das andere. 

Zuckerbrot und Peitsche – aber eine Peitsche mit ellenlangen, spitzen Dornen darauf, die niederknallt. Niederknallt, weil die Mächtigen mit dem griechischen Alphabet an Varianten fuchteln, die komischerweise erst nach dem Impfstart so richtig aufzutauchen begannen. Hatte der Epidemiologe und ehemalige Gates-Mitarbeiter Geert Vanden Bossche am Ende etwa doch recht, als er vor impfresistenten Fluchtmutanten warnte – als Resultat des Versuchs, wie wild in eine sogenannte Pandemie hinein zu impfen?

Parlaments-Cluster als Vorgeschmack

Sie glauben nicht, dass die Ungeimpften zu Sündenböcken werden? Nun, einen ersten Vorgeschmack für diese Leier bot bereits in der Vorwoche das Aufsehen um ein Cluster im Parlament. Obwohl die eigentliche Nachricht sein müssten, dass die meisten Betroffenen zumindest eine Impfdosis hinter sich hatten, war ausgerechnet der FPÖ-Politiker Christian Hafenecker der Böse, weil er sich aus Gewissensgründen nicht impfen lässt.

Obwohl er mit einem CT-Wert von 34 kaum der Ausgang der Infektionskette sein konnte, zerrte man ihn wie eine Ausgeburt des Leibhaftigen durch den medialen Schmutz. Als Politiker konnte er sich öffentlich gegen die Anschuldigungen wehren. Für viele einfache Bürger heißt es dann „friss oder stirb“ – wobei der Tod hier für eine Metapher für die andernfalls drohende, totale soziale Vernichtung steht. 

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