Entsetzlich: Gleich fünf Spitäler im rot-grün regierten Wien gelten als „marod“. Wer in Österreich unterwegs ist und gerne Ruinen besichtigt, der kommt in den letzten Jahren auch in der Bundeshauptstadt auf seine Kosten. Abseits von zynischen Anmerkungen wie dieser, taugt der Zustand der Wiener Krankenhäuser noch zu einer viel ernsteren Feststellung: Die rot-grüne Fassade der Stadt bröckelt.

Besonders das Hietzinger Spital und das Wilhelminenspital seien laut einer Studie in besonders schlechtem Zustand. Der KAV wisse dies zwar, lasse sich aber mit der dringend notwendigen Renovierung demonstrativ Zeit. Man wolle erst bis 2033 mit der Sanierung beginnen …

Wie in Bukarest 1972

„Wenn man schon längst weiß, dass es in Wien fünf Spitäler gibt, die aus dem letzten Loch pfeifen, ist die Ankündigung, 2028 und 2033 mit der Sanierung beginnen zu wollen, eine Verhöhnung der Patienteninteressen“, so der Gesundheitssprecher der Wiener FPÖ Wolfgang Seidl. Dass der KAV offenbar die nötigen 2,7 Mrd. Euro nicht aufbringen könne, liege sicher nicht an den Beitragszahlern.

In dieses Horn bläst auch der blaue Stadtvize Dominik Nepp. „Jedes Jahr verpulvert Bürgermeister Ludwig (SPÖ) eine Milliarde euro für seine rot-grüne Willkommenskultur“, so Nepp in einem auf Facebook gezeigten Video. Für notwenige Investitionen ins Gesundheitssystem, bliebe da kein Geld mehr. Nepp fordert in dem Video eine Totalsanierung der maroden Spitäler.

Der freiheitliche Klubobmann Toni Mahdalik fühlt sich vor allem vom Zustand des Wilhelminenspitals an Bukarest im Jahre 1972 erinnert. Im „Pavillon 24“ soll es im Winter sogar scheien. Es sei jedenfall eine Schande, wie die SPÖ dieses verkommen lässt, so Mahdalik. Auch er drängt darauf, mit der Sanierung sofort zu beginnen. Nicht erst im Jahr 2028, wie das der rote Gesundheits-Stadtrat Peter Hacker plant. „Das haben sich Patienten und Bedienstete wahrlich verdient“, schließt der Klubobmann.