Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

„Das wusste ich nicht.“ – Das ist ein vielstrapazierter Satz aller Gutmenschen – und zugleich deren Dilemma. Denn blindes Vertrauen und nicht wissen wollen, was man eigentlich wissen sollte und die unverantwortliche Überzeugung, dass schon alles gutgehen werde, haben unsere Gesellschaft gespaltet.

Problem Migration

Denn diese Einstellung aller Gutgläubigen hat uns auch ein Problem beschert, das uns noch länger beschäftigen wird: die so genannte Migrationsproblematik mit all ihren unangenehmen Begleiterscheinungen, die unseren Zusammenhalt extrem gefährden.

„Das wusste ich nicht!“

Zu dieser Spaltung und Gefährdung haben in Oberösterreich auch die Grünen mit ihrem Rudi Anschober beigetragen. Nun ist der grüne Landesrat selbst Opfer seiner naiven Gutmenschlichkeit geworden, weil er sich – gemeinsam mit Kirchenvertretern – für den Verbleib eines wegen Körperverletzung vorbestraften Asylwerbers eingesetzt hat. Anschober entschuldigte sich mit dem Gutmenschen-Satz: „Das wusste ich nicht!“

Mangel an Realitätssinn

Damit ist er in Österreich und Europa nicht allein. Auch die schwedische Muster-Sozialdemokratie hat lange Zeit die Augen vor der Flüchtlingsproblematik verschlossen. Nun rudert Schwedens Regierungschef Stefan Löfen zurück und will die bisher liberale Asylpraxis deutlich verschärfen. Mit etwas mehr Realitätssinn hätten sich die Schweden aber auch die Österreicher viele Probleme erspart.