Vielfach herrscht ein gewisses Unbehagen in der Bevölkerung ob der Großzügigkeit des Staates hinsichtlich des Lösungsansatzes zur Krisenbewältigung durch die Politik „Koste es, was es wolle!“ Der erfahrene Bürger hat ja schmerzhaft gelernt, dass immer für ihn das dicke Ende kommt, so sicher wie das Amen im Gebet.

Ein Beitrag von dieGeldretter.at

Die zur Zeit brennende Frage lautet: Wie können die Schmerzen vermieden werden? Geht das überhaupt?

Wenn wir uns zunächst fragen, womit beschäftigt sich Rücklagen- und Vermögensschutz? Es handelt sich um einen Prozess, der im Wesentlichen 4 Schritte beinhaltet:

  1. Information und Fachwissen zu Krisen und Krisenschutz
  2. Beobachten von Gesetzesänderungen, die Rücklagen und Vermögen gefährden
  3. Bewerten der Risiken für Kapitalanlagen in Krisenzeiten
  4. Auswahl von Schutz- und Absicherungsmaßnahmen

In der aktuellen Situation nimmt der Teil der Bevölkerung stark zu, der sein Eigentum gefährdet sieht. Der Prozentsatz der Bürger, die meinen, alles sei in Ordnung und die Politik hat die Situation im Griff, nimmt zusehends ab. Je nachdem, welches Problembewusstsein und welche Betrachtungsweise der einzelne hat, wird er gewisse Maßnahmen treffen. Das Glück bevorzugt ja erfahrungsgemäß den Vorbereiteten.

Gewaltige Staatsverschuldung

Das große Übel in den letzten Jahren stellt die weltweit rasant zunehmende Staatsverschuldung dar. Und besonders im letzten Jahr ist sie in astronomische Höhen hinaufgeschnellt. In der EU und den USA wird von Billionen-Beträgen gesprochen. Wohlgemerkt eine Billion ist eine Zahl mit 12 Nullen!

Und die Corona-Krise deckt leider jahrelange Fehlentwicklungen schonungslos auf, das Virus ist einfach ein Brandbeschleuniger. Viele Experten warnen schon länger und fragen sich, ob das, was Sparer angesammelt haben, letzten Endes nicht vernichtet werden wird.

Wie wird der Staat die Schulden los?

Historisch gesehen haben Staaten zwei Lösungsansätze zur Schuldenbeseitigung gewählt:

  • Inflation
  • Schuldenschnitt (Währungsreform)

Inflation stellt die sanfte Enteignungsvariante dar, sie wird auch von der Politik bevorzugt. Am Ende heißt es aber trotzdem, dass die Zeche der Bürger bezahlt, weil der Kaufkraftverlust seine Ersparnisse auffrisst.

Ein Schuldenschnitt ist die harte Variante der Enteignung der Bürger. Bei Währungsreformen waren in der Vergangenheit Besitzer von Sparguthaben und jeglicher Finanztitel die großen Verlierer. Aber auch Immobilienbesitzer wurden zur Kasse gebeten.

Enteignungen der Bürger

In den letzten Jahren sind EU-weit Gesetze geschaffen worden bzw. um einschneidende Passagen ergänzt worden. All dies Regelungen werden offiziell zum Wohle der Bürger verkauft, in Wirklichkeit dienen sie ausschließlich zur Rettung des Systems. Welche Enteignungsregelungen betrifft dies?

Unverändert sind die Regelungen im Staatsgrundgesetz und in der Bundesverfassung, die Enteignungen nach definierten Vorgaben ermöglichen. Für Sparer, die Lebensversicherungen, egal in welcher Form, ihr Eigen nennen, wurde im Versicherungsaufsichtsgesetz eine Enteignungsklausel eingefügt. Dies geschah ohne große Information und ist dadurch in der Bevölkerung und auch bei der Vermittlerschaft beinahe unbekannt. Im Krisenfall wird eine Versicherungssanierung zu Lasten der Sparer vollzogen.

Sparguthaben geht es an den Kragen

Wer jetzt denkt, bei Banken und Sparkassen ist alles gut für die Sparer geregelt, der irrt gewaltig! Im Krisenfall werden Banken saniert durch Einlagenentwertung zu Lasten der Sparer. Das dafür maßgebliche Gesetz: BaSAG – Sanierungs- und Abwicklungsgesetz. Die Geldretter informierten darüber detailliert unter dem Video „Bail in – Bankguthaben vor dem Aus?“.

Und zur Rettung der Sparguthaben bis 100.000 € sind in der Zwischenzeit die Banken selbst verantwortlich. Der Staat hat sich aus der Verantwortung gezogen, es gibt keine staatliche Garantie mehr. Und die Konstruktion des Einlagensicherungsfonds und dessen Dotierung stellen eine Placebolösung durch die Politik dar, die im Systemkrisenfall den Verlust der gesamten Ersparnisse zur Folge hat.

Gesetzesänderungen zur Vorbereitung

Seit dem Vorjahr wurde in Deutschland „zur Stärkung des Fondsstandortes“ Swing Pricing eingeführt, mit der Konsequenz für den Sparer, dass Fondsgesellschaften in Etappen veräußern und auszahlen können.

Das Scheidemünzengesetz beinhaltet Regelungen, wonach die beliebten Philharmoniker-Münzen oder die früheren Dukaten oder Maria-Theresien-Taler eingezogen werden können. Das Devisengesetz sieht Beschränkungen des Kapital- und Zahlungsverkehrs vor, darunter fallen auch Goldprodukte.

Für Staatsanleihen wurde die CAC (Collective Action Clause) eingeführt, die einen integrierten Gläubigerverzicht beinhaltet. Speziell für Lebensversicherungskunden kann diese neue Regelung im Falle von Staatspleiten unangenehme Folgen haben.

Die Auswirkungen auf diverse Sparformen

Lebensversicherungen: Gefährdung durch das aktuelle Zinsumfeld. Seit geraumer Zeit sind die Zinsen auf ein noch nie dagewesenes niedriges Niveau gesunken, ja sogar Negativzinsen werden mittlerweile berechnet. Dadurch können Versicherungen keine positiven Erträge erzielen, zumal ja auch noch Kosten in den Produkten stecken. Schutzlosigkeit im Falle erhöhter Inflation stellt einen weiteren Risikofaktor dieser Sparform dar. Im Falle drohender Insolvenz eines Instituts besteht die Verpflichtung der Leistungsherabsetzung durch die Finanzmarktaufsicht. Und zu guter Letzt besteht bei Hyperinflation und Währungsreform ein Totalverlustrisiko.

Bankguthaben (inklusive Bausparen): Nullzinsen bzw. mittlerweile auch Minuszinsen führen in Zusammenhang mit der Inflation zu einer schleichenden Enteignung. Der Einlagensicherungsfonds ist mit seiner Dotierung von 0,8 % aller Sparguthaben nicht für größere Bankenkrisen ausgelegt. Bei Schieflage eines Instituts können Bankguthaben auch enteignet werden. Hyperinflation und Währungsreformen können zu Totalverlust der Sparguthaben führen.

Aktien und Aktienfonds: Die enorme Liquidität an den Aktienmärkten hat zu Kursen geführt, die sich nicht in den Unternehmensgewinnen widerspiegeln. Dementsprechend steigt das Risiko des Platzens der Blase auf ein gewaltiges Ausmaß. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis hat ein riskantes Niveau erreicht. Der Börsenhandel kann für längere Zeit ausgesetzt werden. Eine solche Maßnahme kann zu Liquiditätsengpässen führen. Durch das Instrumentarium des Swing Pricing liegt das volle Risiko bei den Kunden der Fonds.

Immobilien: Wie bei Aktien führt die enorme Liquidität zu erhöhten Käufen von Immobilien und eine Preisblase scheint sich aufgebaut zu haben. Immobilien sind immobil und somit leicht staatlichen Zumutungen ausgesetzt. Zur Beschaffung von Liquidität sind Immobilien nicht geeignet, es gilt das Prinzip alles oder nichts. Ein Verkauf in der Krise führt in aller Regel zur Realisierung von Verlusten.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Staat und die Finanzinstitute für Systemkrisen gut vorbereitet sind.

Die richtigen Vorsichtsmaßnahmen treffen

Wenn man Sparer fragt, welche Kriterien für sie bei einer Veranlagung wichtig sind, dann können die Aussagen auf folgenden Nenner zusammengeführt werden:

  • Hohe Sicherheit
  • Hoher Ertrag bzw. Wertzuwachs
  • Hohe Flexibilität
  • Faire Besteuerung der Erträge
  • Schutz vor Inflation
  • Schutz vor Enteignung

Gibt es eine Produktkategorie, die diese Anforderungen alle erfüllt? Ja, es gibt sie!

Edelmetalle als Lösung

Alan Greespan, der frühere Chef der amerikanischen FED hat es so formuliert: „Wer Gold hat, hat immer Geld.“ Der Banker J.P. Morgan sagt: „Gold ist Geld und nichts anderes.“ Oder Christoph Kolumbus sagte einst: „Gold ist eine Kostbarkeit. Jedem, der es besitzt, erfüllt es alle Wünsche dieser Welt.“

Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich speziell in Krisenzeiten immer bewährt. Sie bilden in einer besonderen Form und Ausgestaltung Schutz für Rücklagen und Vermögen.

Papiergeld ist in der Geschichte immer zu seinem inneren Wert von 0 zurückgekehrt, während Gold und Silber ihren Wert behalten haben, ja in Krisenzeiten sogar enorm an Wert zugelegt haben. Die Begrenztheit dieser Edelmetalle stellt einen weiteren Faktor von Sicherheit dar.

Langfristiger Wertzuwachs

Die Nachfrage und das Angebot bestimmen den Preis eines Produkts. Erwiesenermaßen geht die Förderung bei Gold und Silber zum Teil dramatisch zurück, die Nachfrage nach diesen beiden Edelmetallen steigt aber kontinuierlich. Somit ist ein langfristiger Wertzuwachs zu erwarten.

Wenn man z.B. die Wertentwicklung von Gold vom Jahr 1970 bis zum Jahr 2020 betrachtet, so ergibt sich ein Wertzuwachs von 4.436 % oder 7,92 % pro Jahr! Natürlich gab und gibt es zum Teil hohe Schwankungen pro Jahr – Rücklagen- und Vermögensschutz unterliegt einem langfristigen Betrachtungszeitraum.

Mit dem Kriterium des Wertzuwachses einher geht der diesen Edelmetallen innewohnende Inflationsschutz. Beispielhaft konnte man im Jahr 1932 mit einem Papierdollarschein von 20 $ oder einer 20 $ Goldmünze die selbe Menge an Waren beziehen. Der 20 $ Schein hat heute auch noch den Wert von 20 $, kaufkraftmäßig ist dieser Geldschein aber mittlerweile sehr wenig wert. Zum Vergleich hat die 20 $ Goldmünze für Kaufkrafterhalt gesorgt, ihr Wert ist um ein Vielfaches höher als 20 $. Veräußerungsgewinne von Edelmetallen sind nach einem Jahr Behaltedauer einkommensteuerfrei.

Enteignungsschutz bei Edelmetallen?

Kleinteilige Edelmetalle zeichnen sich durch (Ersatz-) Währungseigenschaften aus, sie sind zu jeder Zeit und überall in Bargeld umwandelbar und im persönlichen Eigentum befindend kann darüber jederzeit verfügt werden. Somit ist hohe Flexibilität sichergestellt.

Enteignungsschutz genießen aber nur Kunst und Schmuck aus Gold und Silber sowie Edelmetall-Produkte, die kein Währungsgold darstellen. Das sind Produkte, die kein staatliches Hoheitszeichen besitzen, keinen Nennwert einer Währung tragen und die einen hohen ideellen Wert aufweisen.

Diese spezielle Form der Münzen wird bezeichnet als „Rare Coins“ oder „Seltene Münzen“. Nähere Informationen finden Sie in einem weiteren Video der Geldretter „Der Zauber der seltenen Münzen als Anlageform.

Entscheidungshilfen

Somit sind zur Vermeidung von Schmerzen durch staatliche Zwangsmaßnahmen nur mehr vier Entscheidungen zu treffen:

  • Welches Edelmetall? Gold und Silber in welchem Verhältnis?
  • Welches Produkt? Schmuck, kleine Barren, Nennwertmünzen oder Rare Coins (seltene Münzen)?
  • Welcher Lagerort? Zuhause, im Bankschließfach, in einem Lager innerhalb der EU oder in einem Hochsicherheitslager außerhalb der EU?
  • Wie viel in Edelmetalle investieren? Führende Experten empfehlen zumindest 25 % im Portfolio zu halten, für Krisenzeiten empfehlen sie eine Aufstockung des Anteils auf bis zu 85 % des Portfolios.

Fazit:

Wenn Sie die vier Schritte zum Rücklagen- und Vermögensschutz konsequent verfolgen, dann können Sie gelassen in die Zukunft schauen und sind bestens vorbereitet auf allfällige zukünftige staatliche Zwangsmaßnahmen zur Schuldenbeseitigung.

Die Geldretter helfen Ihnen gerne Ihr Portfolio zu beleuchten und stehen für Beratung und Auswahl eines entsprechenden Lieferanten zur Verfügung.

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