Woher stammt der Begriff „Maske“ und wie soll eine Maske schützen? Helfen FFP2-Masken oder stellen sie gar eine Gefahr für den Träger dar? Sind Masken, die aus Mikroplastik bestehen, wirklich ratsam?

Ein Kommentar von Alina Adair

Seit über einem Jahr begleitet uns ein Begriff, der zuvor meist nur an Karneval genutzt wurde: Masken. Egal, wohin wir gehen, überall sehen wir Menschen, die eine Mundnasenbedeckung tragen. Während wir im letzten Jahr noch zahlreiche bunte Blumenmuster oder andere kreative Werke erblickten, leuchten uns heute mehrheitlich hellblaue medizinische oder weiße FFP2-Masken entgegen.

Der Begriff „Maske“ stammt vom dem arabischen Wort „Mashara“, was auf Deutsch folgende Bedeutung hat:

  • Verspottung
  • Albern / Blödsinn
  • (eine) Lachnummer
  • Lächerlich
  • Peinlich
  • Scherz / Witz

„Mashara“ wird im arabischen verwendet, um jemanden lächerlich zu machen oder zu verspotten. Weitere Schreibweisen sind Maschara, Mashara, Mascharra oder Masharra, nicht zu verwechseln mit Maskhara, letzteres bedeutet Blamage/ Peinlichkeit.

Mashara wird gelegentlich wortwörtlich mit „Scheiße“ übersetzt und als derbe Beleidigung genutzt. Viele deutsche Rapper (wie Eko Fresh, Alpa Gun, Bushido) nutzen das Wort daher oft und gerne in ihren Texten. Er ist aber auch ein Begriff für „Maskerade“ oder „Maske“.

Erst Masken, dann Clownskostüm?

Die Vorläufer von unseren heutigen Masken waren mit Kräutern gefüllte Gesichtsverhüllungen in Schnabelform, die bei mittelalterlichen Pestärzten sehr beliebt waren. Wurden Masken im vergangenen Jahr noch aus Omas alter Bluse genäht, so bestehen sie heute aus Gummi, PVC, Silikon und TPE (Thermoplastische Elastomere = Plastik). In Ländern mit Corona-Politik ist das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske teilweise Pflicht.

Vor Viren schützen FFP2-Masken nicht wirklich. Aber wenn die Regierung sagt, jetzt tragen alle FFP2-Maske, dann folgt eine Vielzahl an Menschen, die irgendwann aufgehört haben, eigenständig zu denken. Schriebe die Regierung vor, dass rote Hosen von heute an Pflicht sind und ab nächster Woche gelbe Schuhe, sähen alle vermutlich ab sofort aus wie Clowns, ohne auch nur einmal den Sinn zu hinterfragen.

Mangelnder Nutzen

COVID-19-Patienten husten Viren durch medizinische Baumwollmasken hindurch, denn um Viren zu filtern, benötigt man ganz spezielle Filter mit einer maximalen Porengröße von 0,02 Mikrometern.

FFP2-Masken werden aus Spinnvlies (spun bond) und Schmelzblas-Vlies (melt blown) in mehreren Lagen hergestellt. Schmelzblas-Vlies ist zu einem Vlies geblasenes Plastik. Die unterschiedlichen Lagen dienen der Optik, Haptik, Formstabilität, Reißfestigkeit und der natürlichen Filterung. Partikelfiltrierende Atemschutzmasken sollen vor Partikeln schützen, nicht jedoch vor Gasen oder Dämpfen.

Je mehr Partikel gefiltert werden müssen, desto mehr Lagen an Filtermaterial kommen zum Einsatz – das bedeutet, dass die Masken in den höheren Schutzklassen immer dichter werden und folglich auch einen höheren Atemwiderstand aufweisen. Im folgenden Video wird gezeigt, aus was eine FFP2-Maske aufgbaut ist, die sich zwar weich anfühlt, die jedoch gänzlich aus Plastik besteht, was teilweise sogar geblasen wurde, wobei die Gefahr deutlich wird, dass Mikroplastik bei diesen Masken eingeatmet werden kann:

Allgemeines über Masken

Atemmasken werden in der Regel dort getragen, wo Menschen mit Schadstoffen in Kontakt kommen könnten, die von A wie Aceton bis Z wie Zinkchlorid reichen können. Um den Atemwiderstand – der Widerstand, den der Träger beim Ein- und Ausatmen spürt und der ihn dabei belastet – so gering wie möglich zu halten, muss das Filtermaterial luftdurchlässig sein, jedoch gleichzeitig Partikel filtern. Dies geschieht mittels elektrostatischer Ladung, mit der das Filtermaterial versehen wird, wodurch Partikel am Material haftenbleiben. Jeder kennt den Effekt. Stellen Sie sich einfach einen Luftballon vor, den Sie aufblasen und den Sie dann an Stoff reiben, so dass er sich elektrostatisch auflädt. Kommt der Ballon dann in die Nähe von Haaren, werden diese angezogen und bleiben am Plastik des Ballons kleben. Genau der gleiche Effekt sorgt bei einer Atemschutzmaske dafür, dass die Luft durchströmen kann, Partikel aber hängenbleiben.

FFP bedeutet Filtering Face Piece: Partikelfiltrierende Halbmaske. FFP Masken filtern Partikel wie Staub und Aerosole aus der Luft und sind in drei Schutzstufen erhältlich: FFP1, FFP2 und FFP3. Je höher die Schutzstufe ist, desto besser ist die Leistung des Filters.

FFP1, FFP2 und FFP3 – Die Unterschiede

Der Unterschied liegt hierbei nicht in der Größe der gefilterten Partikel, sondern in der Anzahl der gefilterten Partikel.

FFP1-Masken filtern etwa 80 Prozent Partikel und schützen den Träger vor ungiftigen und nicht-fibrogenen Stäuben. FFP1-Masken kommen zum Einsatz, wenn man durch Partikel in der Atemluft nicht erkrankt, die jedoch eine Geruchsbelastung darstellen oder die Atemwege kurzzeitig reizen könnten.

FFP2-Masken filtern zirka 94 Prozent Partikel und schützen vor festen und flüssigen Partikeln, Tröpfchen, Staub, Rauch und gesundheitsschädlichen Aerosolen. FFP2-Atemschutzmasken finden dort Anwendung, wo fibrogene Partikel in der Luft vorkommen, die kurzfristig zur Reizung der Atemwege führen und langfristig dem Lungengewebe schaden können.

FFP3-Masken filtern etwa 99 Prozent Partikel und schützen den Träger vor Staub, Rauch und Aerosolen, die giftig und gesundheitsschädlich sind. FFP3-Masken werden dort eingesetzt, wo gesundheitsschädliche Partikel in der Luft sind, dies können Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und Pilzsporen sein.

Achtung beim Maskenkauf

Zwei Kennziffern sollten beim Kauf einer FFP2-Maske beachtet werden:

1. DIN-Kennzeichnung EN 149:2009-08
Diese stellt sicher, dass die Maske dicht genug ist, um ausreichend Partikel zu filtern und durchlässig genug, um ohne übermäßige Anstrengung atmen zu können.

2. CE-Zeichen mit vierstelliger Kennnummer
Nur Masken mit CE-Zeichen haben ein Prüfverfahren durchlaufen. Oft sieht man aber auch Masken aus China mit dem CE-Zeichen ohne Nummer, diese Masken wurden nicht geprüft.

FFP2-Masken – Vorsicht vor mangelhaften Masken!