Wer braucht Behinderte oder älteres Personal? Diese und andere Fragen, nachzulesen auf Plakaten im öffentlichen Linzer Raum, empören viele Passanten.

„So etwas macht man nicht“, ärgert sich der 60-jährige Wilheringer Johann Peter Schutte über eine „beleidigende“ Plakatkampagne, die derzeit an den Linzer Straßenbahnhaltestellen die Gemüter erregt.
„Egal, wie diese Sprüche auch gemeint sein mögen, satirisch oder nicht“, betont Schutte, „sie werden als herabwürdigend empfunden.“

Deshalb hat er bei der Diskriminierungsbehörde Anzeige erstattet und demnächst wird er dies auch bei der Staatsanwaltschaft tun. „Ich verlange, dass diese plakatierte Hetze gegen ältere Menschen und Menschen mit Behinderung sofort verschwindet“, fordert Schutte. Wer keinen Job habe, sei schon genug gedemütigt. Er weiß, wovon er spricht. Weil er sich nicht gegen Corona impfen lassen wollte, verlor er seine Arbeit und war eine Zeit lang ohne Beschäftigung. Nun hat Schutte, der gebildet ist und über einen Magistertitel und MBA verfügt, wieder eine Anstellung bei einer Firma gefunden, der sein Impfstatus egal ist. Wie man solche Plakate affichieren kann, kann er absolut nicht verstehen.

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