Nach steigenden Impfdurchbrüchen forderte FPÖ-Parteichef Herbert Kickl zuletzt, verstärkt auf bestehende und in Entwicklung befindliche Medikamente zu setzen. Dafür wurde er vom Mainstream belächelt. In Wirklichkeit kommt gerade Ivermectin in anderen Erdteilen erfolgreich zum Einsatz. Aber auch andere „Hausmittel“ wie viruzide Sprays deuten an, dass gegen Corona wohl doch „ein Kraut gewachsen“ ist.

Von Julian Schernthaner

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Im Juni sprach das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) von einer „tödlichen Corona-Welle“ in Afrika. Es malte den Teufel an die Wand, weil die Impfraten im einstelligen Prozentbereich waren. Nun weiß man: Das große Sterben blieb aus. Denn neue Studien deuten an, dass die Mehrheit der Afrikaner bereits eine Corona-Infektion überstand – ohne Massenimpfung. Sogar der „Spiegel“ musste berichten.

Corona-Wunder dank Ivermectin?

Für die kenianische Hauptstadt Nairobi macht Studienautor Isaac Ngere eine „Durchseuchung“ von 70 Prozent aus. Zugleich beträgt die Fallsterblichkeit ein Zwanzigstel jener in Europa oder den USA. Auch gibt es in Kenia keine Übersterblichkeit. Der Epidemiologe stellt die These auf, dass es in Afrika mehr Kreuzimmunitäten mit anderen Corona-Viren geben könnte.

Ein weiteres Indiz übersieht er aber: Den jahrelangen Einsatz von Ivermectin, für den seine Entwickler 2015 den Nobelpreis erhielten. Im Westen als „Entwurmungskur für Pferde“ und „umstrittene“ Medizin verunglimpft, wird es in Ostafrika seit Jahrzehnten gegen Tropenkrankheiten eingesetzt. Bei der Flussblindheit wirkt es prophylaktisch, kann aber auch Symptome lindern. Die aus Kenia stammende Parasitologin Claire Njeri Wamae war im Mai 2020 eine der ersten, die Ivermectin auch für Corona empfahl.

Im Dezember folgte eine Hammer-Studie: Die Fall- und Todesrate war im innerafrikanischen Vergleich in 19 Staaten, darunter Kenia, auffällig niedrig. Alle erhielten von der WHO zwischen 1995 und 2002 zur Flussblindheit-Bekämpfung Ivermectin im großen Stil. Mit Burundi, Malawi und der Demokratischen Republik Kongo sind drei der fünf ärmsten Länder der Welt darunter. Ein japanisches Forscherteam analysierte im März 31 afrikanische Länder und fand eine ähnliche Korrelation.

Weltweit erfolgreicher Einsatz

Auch in Ländern, die erst im Kampf gegen Corona darauf setzen, zeigten sich Effekte. Bei einer Studie in Mexiko erhielten 18.074 Probanden Ivermectin. Die Hospitalisierungen gingen in dieser Gruppe um 74 Prozent zurück. Auf ähnliche Ergebnisse kam eine Studie in Peru. (Zwischen 64 und 91 Prozent.) Eine britische Studie bescheinigte der vorbeugenden Einnahme eine Effektivität von 86 Prozent. Der indische Bundesstaat Uttar Pradesh (249 Mio. Einwohner) verwendet Ivermectin seit April. In der Vorwoche infizierten sich täglich weniger als 10 (!) Leute. Auch Brasilien verwendet es – am 5. November lag die 7-Tages-Inzidenz bei 31,7 Fällen je 100.000 Einwohner, bei einer mit Österreich vergleichbaren Impfquote. Sogar die Impfallianz GAVI gab im April zu: „Es wäre verfrüht, abschließend festzustellen, dass Ivermectin keinen Platz in der Behandlung von Covid-19 hat.“

Für den Mainstream kein Grund, seine Negativ-Kampagne abzubrechen. Im September erfand ein US-Regionalsender eine vermeintliche Serie von Ivermectin-Vergiftungen. Es war eine Zeitungsente, trotzdem übernahmen es Medien weltweit ungeprüft. Der Artikel eines Inseratenkaiser-Blattes („Impf-Skeptiker legen Ambulanzen mit Gift lahm“) ist nach zwei Monaten immer noch im Netz. Auch die Arzneimittelagentur EMA ziert sich vor einer Freigabe in Europa – anhand einer Pannen-Studie aus Kolumbien, für die Gelder etwa vom Impfstoff-Hersteller Janssen flossen.

Ebenfalls unter deren Financiers: Der Pharmakonzern Gilead, der das Konkurrenzprodukt Remdesivir am Markt hatte – und Merck, Sharp & Dohme. Das ist zwar einer der Hersteller, welche selbst ein Ivermectin-Präparat vertreiben. Doch die gerade in ärmeren Regionen der Welt beliebte Arznei ist vergleichsweise billig. Als die Firma im Feber vor dem Ivermectin-Einsatz „warnte“, war die Phase 2/3-Studie für das lukrative Molnupiravir längst im Gange.

Wegen dessen Einführung in Großbritannien erhält die Forma derzeit viel Aufmerksamkeit. Nach der Aufnahme wandelt der Körper es in virusähnliche Bausteine um, die das Virus dann in sein Erbgut einbaut (RNA-Polymerase). Für eine Molnupiravir-Behandlung veranschlagt Merck über 600 Euro pro Therapie – eine Gewinnspanne von 4.000 Prozent.

Zwischen Pillen und Spülung

Der Plan bei der neuen Merck-Pille ist, schwere Verläufe zu verhindern oder Symptome zu lindern. Ob es angesichts seiner RNA-Basierung gerade für Impfkritiker vertrauenswürdig wirkt, sei dahingestellt. Auch Pfizer hat den Braten bereits gerochen und will eine Anti-Corona-Pille auf den Markt werfen. Das Unternehmen will einmal mehr zeitnah eine Notfallzulassung einreichen. Ob man der positiven Wirksamkeitsstudie trauen kann, ist nach den Enthüllungen über gefälschte Daten in seiner Impfstoffstudie mit Vorsicht zu genießen. Eines ist gewiss: Ganz kampflos will Pfizer den Platz an der Sonne nicht räumen und sein milliardenschweres Behandlungs-„Monopol“ aufgeben.

Doch schon länger existieren auch prophylaktische Ansätze. Etwa solche, die auf Mundspülungen setzen. Die Ruhr-Universität Bochum wies im September 2020 nach, dass antiseptische Lösungen die Viruslast senken, teils infektiöse Viren gänzlich abtöten. Infrage kommen laut der „Deutschen Apotheker-Zeitung“ dafür Mittel mit den Wirkstoffen Chlorhexidin, Ocenindin oder Povidon-Iod. Im Frühjahr sorgte eine Studie aus Argentinien unter 400 Krankenhaus-Mitarbeitern für Aufsehen. Ein Nasenspray, das auf dem in Rotalgen vorkommenden natürlichen Wirkstoff Carragelose basiert, bildet einen Schutzfilm auf den Zellen der Schleimhaut.

Hoffnungsschimmer Nasenspray

Dadurch können sich die Viren nicht mehr anheften. Trotz täglichen Kontakts der Probanden mit Corona-Patienten war eine 80-prozentige Risikoreduktion feststellbar. Das Wirkprinzip könnte auch auf schulmedizinische Versuche anwendbar sein. Einem Team der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) gelang es unlängst, dimere IgA-Antikörper herzustellen, die in der Nasenschleimhaut, dem Haupteintrittsort des Virus, wirken. Im Vergleich zu monomeren – also in Einzelmolekülen vorhandenen – Antikörpern neutralisierten sie das Virus 240-fach effizienter. Der kritische Wissenschaftsjournalist Dr. Peter F. Mayer (tkp.at) erkennt einen „neuen, besonders aussichtsreichen Therapieansatz“.

Die Wirksamkeit von Nasensprays in der Corona-Bekämpfung stellen Mainstream-Virologen nicht in Abrede. Eine Forscherin der Medizin-Uni in Wien konnte sich diese als zusätzliche Maßnahme vorstellen. Für einen Impfersatz hält sie diese aber nicht – wegen „begrenzter Wirkdauer“. Diese kristallisiert sich zwar auch bei den Vakzinen heraus – doch der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht. Und so empfiehlt das Nationale Impfgremium bereits den Drittstich für alle und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) rechnet längst fix mit einer vierten oder fünften Teilimpfung. Das Impf-Abo ist also da …

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