Mucha hilft Betroffenen.

Also, das ist ja eine Wendung im Leben eines Betriebswirtschaftlers aus Alkoven: So halb zum Spaß setzt er sich in einen Kurs zum Thema „Kinesiologie“. Macht aus seiner Skepsis in den ersten Stunden nicht einmal ein Geheimnis. Kurzum: Heute betreibt er in der Linzer Sonnensteinstraße eine Praxis.

Ein Beitrag von Georg M. Hofbauer

Jedes Jahr eine Fortbildung, das ist die Devise von Johann Josef Mucha (45), verheiratet und Vater von drei Kindern. Voraussetzung bei den Kursen: Das Thema sollte möglichst weit weg vom Arbeitsalltag des passionierten Jägers sein. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete er noch bei einem Mineralölunternehmen in Wels als Assistent der Geschäftsführung.

Ungleichgewichte bei Menschen

Themen, die nicht mit Naturgesetzen zu erklären sind, steht Mucha distanziert, wenn nicht sogar ablehnend gegenüber, gibt er freimütig zu. Bis zum Zeitpunkt, in dem sich sein Zugang zur Kinesiologie plötzlich wandelt: „Das ganze Metier war mir vorher fremd. Es war für mich nie vorstellbar, ausgerechnet in dieser Branche zu arbeiten.“ Eine Erkenntnis, die Mucha verändern und sein ganzes Leben auf den Kopf stellen sollte.

Das Schlüsselerlebnis war: Plötzlich zu bemerken, dass er energetische Ungleichgewichte bei Menschen aufspüren kann. „Ich bin draufgekommen, dass ich mich mit der Thematik sehr wohl fühle, dass ich gern mit Menschen zusammenarbeite, sehr gern Menschen helfe und darüber hinaus gibt es bei der Behandlung eine eindeutige Rückmeldung von der Muskulatur. Das beweist die Wirkung“, schildert Mucha.

Umstieg ins „neue Leben“

Selbst als der Schwenk im Leben von Johann Josef Mucha von Freunden milde oder auch weniger milde belächelt wurde, lässt er sich nicht beirren. Aber auch hier wieder die Wendung in der Story: „Genau die, die gelacht haben, die sind heute meine treuen Klienten“, bestätigt der Alltag in der Praxis des Alkoveners seinen Umstieg ins „neue Leben“.

Der Beweis für mich, so sagt Mucha: „Die Menschen sind nachher so richtig entspannt. Ich kann gerade bei vielen Wohlstands-Erkrankungen, wie Burnout oder Tinnitus helfen. Das ist offenbar mein Talent.“ Zu seiner neuen Berufung steht er: Auch dann, wenn gelegentlich spitz bemerkt wird, dass er einen Beruf gewählt hat, der nahezu nur von Frauen ausgeübt wird.

„Sehr großer Energie-Einsatz“

Faszinierend findet er die absolute Konzentration auf den jeweiligen Klienten. Es gehe im Moment der Behandlung rein um den Menschen. Da gibt es nichts, was ihn ablenken kann, formuliert Mucha: „Das ist ein sehr großer Energie-Einsatz für mich, aber Bestandteil des Erfolges.“