Gemeinsam mit der Schuldnerhilfe Oberösterreich will Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) das seit 2014 bestehende Programm zur Existenzsicherung erweitern.

Mit den immer komplexer werdenden Finanzsystemen haben zunehmend mehr Menschen Probleme. Viele Personen können zwischen notwendigen Existenzausgaben und weniger wichtigen sogenannten Konsumausgaben nicht gut unterscheiden.

Delogierung verhindern

Auch ältere Menschen können mit modernen, unübersichtlichen und ungewohnten Online-Konten den Bezug zu Geld und Ausgaben schnell verlieren.

Damit diese Menschen auch weiterhin nicht um ihre Existenz und möglicherweise eine Delogierung aus ihrer Wohnung fürchten müssen, gibt es seit März 2014 das Angebot des betreuten Kontos.

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Service für Gefährdete

Die Schuldnerhilfe stellt einen Service zur Verfügung der sich um die Existenzausgaben, darunter Wohnung, Heizung, Strom, kümmert. Das restlich verbliebene Budget steht den Betroffenen weiterhin für sonstige Ausgaben normal zur Verfügung.

Ein stabiles und sicheres Wohnverhältnis, sowie eine Entlastung der Finanzorganisation soll den betreuten Personen helfen ihren Alltag besser zu planen. Das betreute Konto wird zwischen die Auszahlung des Gehalts beziehungsweise der Pension und das Privatkonto der betreuten Person geklinkt.

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Kostenersparnis für das Land OÖ

Speziell geschulte Betreuer kümmern sich um die existenziellen Zahlungen und der Restbetrag wird der Person auf ihr Privatkonto ausgezahlt. Das Projekt soll aber nicht nur den Betroffenen Personen helfen sondern auch Kosten für das Land sparen.

Große Nachfrage

„Mit diesem Angebot können wir Härtefälle vermeiden und sicherstellen, dass Personen die existenzsichernden Zahlungen für Miete, Strom und Heizung leisten, bevor es zu Kündigungen kommt. Das spart unnötige Folgekosten“, ist Sozial-Landesrätin Gerstorfer überzeugt.

Bisher befinden sich etwa 100 Oberösterreicher in der Programmbetreuung. Die bisherigen Rückmeldungen von Kunden sind sehr positiv und die Klienten erleben das Betreute Konto als Entlastung in ihrem Alltag. Bei fast allen ist eine Stabilisierung der Wohnsituation eingetreten, heißt es von Seiten des Landes Oberösterreich.

Das Kontingent werde aufgrund der großen Nachfrage auf 150 Plätze ausgeweitet. Derzeit gibt es bereits eine lange Warteliste für das Programm. Die erforderlichen Konten sowie die Bankomatkarten stellt die VKB-Bank großteils kostenlos zur Verfügung.