Die Aus- und Weiterbildung von Einwanderern finanziert der Staat Österreich in besonderem Maße: Im April waren beispielsweise über ein Drittel aller AMS-Schulungsteilnehmer Ausländer. Bereits seit 2002 gibt es in Österreich das staatlich geförderte START-Stipendienprogramm für „engagierte Schüler“.

Mindestens ein Elternteil des Bewerbers muss einen Migrationshintergrund haben, gefragt ist auch ein als sozial beziehungsweise ehrenamtlich anerkanntes Engagement. Ob der Schüler die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt oder welchen Aufenthaltsstatus er aktuell innehat, spielt dagegen keine Rolle… Wer ein Stipendium erlangt hat, kann mit zahlreichen Unterstützungen rechnen.

Rund 75 Paten und Partner

Dazu zählen unter anderem 100 Euro Bildungsgeld pro Monat, ein Laptop mit Drucker, Seminare sowie eine individuelle Unterstützung und Beratung. Der Schirmherr des Projekts ist Integrations- und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Seit diesem Jahr vergibt der START-Verein auch sogenannte „Vorstipendien“, die laut dem Landesschulrat Oberösterreich „jugendlichen Flüchtlingen den Übertritt von einer mittleren auf eine höhere Schule erleichtern sollen“. Zu den Partnern und Paten von START-Stipendium zählen unter anderem die Supermarktkette Hofer, das österreichische Außenministerium und die Wiener US-Botschaft.

Bei Österreichern wird gespart

Während das START-Stipendium für Ausländerkinder großzügig vom Staat gefördert wird regiert bei Förderungen für Österreicher oft der Rotstift. Bis 2015 sollten es zum Beispiel sogenannte Fachkräftestipendien Österreichern finanziell ermöglichen, eine Ausbildung in Mängelberufen zu absolvieren – beispielsweise für „Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege“. Doch das AMS beklagte sich über zu hohe Nachfrage, strich die Vergabe neuer Stipendien aus „budgetären Gründen“…