Die Saat ist längst ausgefahren: Wir sollen gläserne Bürger werden, die nach der Pfeife globalistischer Eliten tanzen. Besitzen sollen wir nach der Idee des Weltwirtschaftsforums von „Great Reset“-Architekt Klaus Schwab idealerweise bald gar nichts mehr. Alles soll digital und vernetzt – und somit für die Herrschenden und ihre Büttel jederzeit abrufbar – sein. Der Nationalstaat hat ebenfalls ausgedient, es gibt nur mehr globale Pandemien und Krisen und mächtige Spieler, die Menschen wie Schachfiguren über das Brett bewegen. Sie können schalten und walten, wie es ihnen beliebt – und wir sind ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. 

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

So zumindest die Theorie, die nicht irgendwo im Hinterzimmer verrückter Professoren, sondern auf dem politisch-ökonomischen Parkett bei Globalisten-Treffen in Alpbach und Davos ersonnen wurde. Als Erfüllungsgehilfen dienen neben Akteuren der sogenannten „Zivilgesellschaft“ auch nationale Regierungen. Diese leisten dem Plan kräftig Vorschub, alleine die Lobhudelei für die umstrittene Agenda 2030 – dem radikalen Umbau der Welt unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit – durch ÖVP-Ministerin Edtstadler war ein Offenbarungseid, in welche Richtung dieser Zug fährt. Nur: Was eigentlich, wenn die Ausführenden nicht das liefern können, was die Auftraggeber ihnen mitgeben?

Gläserner Bürger soll Daten auf Silbertablett servieren

Dieser Gedanke beseelte mich, als ich mich morgendlich durch die Nachrichten aus aller Welt schmökerte und die harmlos wirkende Überschrift sah: „Digitaler Führerschein verzögert sich“. In Wirklichkeit geht es dabei aber nicht darum, den rosa Lappen auf das Smartphone zu verfrachten: Das ist bloß der Köder. Endziel ist eine Ausweisplattform, auf der alle möglichen Ausweise „vom Schülerausweis bis zum Zulassungsschein“ hinterlegt werden können. Quasi die „Identität in und aus der Cloud“, ganz nach dem Schema der Kampagne ID2020.

Bei dieser sind einige globale Schwergewichte an Bord. Ziel ist es, jedem Weltbürger schon bald eine digitale Identität zu verpassen. Treibende Kraft sind einmal mehr Akteure, bei denen alle Fäden rund um IT-Mogul Bill Gates zusammenlaufen. Offiziell geht es um den Fortschritt weniger privilegierter Länder, tatsächlich fürchten sogar manche Mainstream-Kritiker, dass es der Wegbereiter des gläsernen Bürgers ist. Wenn man andere Schauplätze betrachtet, wie etwa den Plan, unser Bargeld durch den „digitalen Euro“ zu ersetzen, wird es ein gläserner Bürger sein, den man einfacher „ausschalten“ kann, wenn er gegen das System aufbegehrt. Einfach Konto zudrehen und der Dissident kann sich kein Frühstück mehr kaufen.

Ist keine Lösung besser als „österreichische Lösung“?

Die schnelle Umsetzung dafür scheitert in Österreich an zweierlei: An schlechten IT-Kenntnissen und an schlechten Verträgen. Bislang gibt es nicht einmal eine Software-Lösung. Und das, obwohl die Experten des Wirtschaftsministeriums, die bereits für das Fiasko um den Amazon-Abklatsch „Kaufhaus Österreich“ verantwortlich waren, sich doch extra an ein erfahrenes Sub-Unternehmen einer französischen Firma wandten!

Diese Firma konnte aber einige Referenzen nicht liefern und es kommt eine zweite Schleife im Ausschreibungsverfahren. Mindestens ein halbes Jahr Schonfrist bekommen wir also noch. Eine Ironie des Schicksals, dass es sich bei der zweitgereihten Bieterin um die längst privatisierte Staatsdruckerei handelt. Bekommt sie den Zuschlag, wäre das treffend: Der Staat, der unangenehmes Werk an (ehedem) nahestehende Betriebe auslagert, um das durchzusetzen, was Leute, die von niemandem gewählt wurden, aushecken.

Entrechtung für alle, die nicht mitmachen (wollen)

Dass das ganze kein rein österreichisches Symptom ist, zeigt sich indes in Großbritannien. Dort ist man mit der Corona-Impfkampagne bereits ziemlich weit, mit 12. April will man jetzt einige Öffnungsschritte vornehmen. Ursprünglich schwirrten auch auf der Insel die Pläne herum, diese an einen digitalen Impfpass zu koppeln. Das Volk sprach zynisch von „Pub Pint Papers“, die man quasi beim Türsteher vorzeigen müsste.

Damit hätten Konsumenten – als Bürger sehen uns die Eliten schon lange nicht mehr – an der Eingangstür empfindliche Gesundheitsdaten in den Äther einspeisen müssen. Die Alternative ist die Fortsetzung der Entrechtung. Und nennt mich einen Schisser, aber ich finde schon das Prinzip problematisch. Zu oft hörten wir in den vergangenen Jahren über den freigiebigen Handel mit privaten Nutzerdaten durch multinationale Konzerne. Heute für den Einlass beim Dorfwirten, morgen für den Kredit.

Verschobene Schweinereien kommen mit Verzug

Premier Boris Johnson, der sich gleich am Montag ein medial wirksames Bier im Gastgarten eines Pub gönnen will, kämpfte im Schatten hart für das Konzept. Und trotz offizieller Dementis vergab die dortige Regierung heimlich Vorverträge an Herstellerfirmen. Gescheitert ist es letztendlich vorerst daran, dass im Moment niemand eine taugliche technische Lösung liefern kann. Aber die ganze Aufschieberei hat einen Haken: Denn Aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben. Und womöglich kommt alles am Ende sogar noch dicker.

Früher oder später wird es die technischen Möglichkeiten überall geben. Den Handelnden fällt schon ein Kniff ein, zur Not ohne jede Evidenz. Was mit plötzlichen Eintrittstests geht, geht auch mit dem „grünen Impfpass“. In irgendeinem Landkrankenhaus werden dann halt kurz davor „zufällig“ die Intensivbetten knapp. Es braucht dazu nur jemanden an den Schalthebeln, der mit den Fingern schnippt. Die Crux mit einer gefährlichen Dilettanz ist nämlich, dass der dilettantische Teil die schwebende Gefahr nicht bannt.

Absurde Digital-Lösungen für die Schein-Freiheit

Dass die ganze Sache – ob beim „grünen Impfpass“ oder beim „digitalen Führerschein“ bis zum Himmel stinkt, scheint für jeden offensichtlich, der sich auch nur oberflächlich in die Materie einliest. Ständig trifft man an allen Ecken und Enden auf dieselben Akteure, die direkt oder über zwei Ecken und Winkelzüge ihre Finger in diesen Planspielen haben. Und einige der Vorschläge sind bei genauerer Betrachtung so absurd, dass es sogar zum Himmel schreit. Es geht ihnen nämlich nicht um die Gesundheit. Es geht ihnen nur um mehr Macht – deshalb soll der radikale Umbau zu ihren Gunsten geschehen.

So will man uns heute schmackhaft machen, unseren Führerschein auf dem Handy zu haben und somit nie mehr vergessen zu können. In neun Jahren, wenn wir nach ihren Plänen kein Privatauto mehr haben sollen, laufen auch Reisepass und Sozialversicherungskarte über eine zentralisierte Plattform. Und mit einem QR-Code per App ködert man uns für eine Freiheit, die man uns spätestens im Herbst wieder nimmt, wenn sie feststellen, dass die Impfung zu so vielen Fluchtmutanten führte, dass sie eine dritte Impfrunde brauchen, um zumindest ihre Erzählung aufrecht zu erhalten.

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