Orban stellte sich in der EU als erstes gegen Merkel.

Das gefällt „Mutti Merkel“ aber überhaupt nicht: Bei einem Staatsbesuch des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán in Berlin diskutierten vergangenen Woche die beiden Regierungschefs unter anderem über die Frage der Migration in Europa. Angela Merkel warf Ungarn im Gespräch „mangelnde Solidarität“ vor. Das kostete Orbán nicht einmal ein müdes Lächeln.

„Wir nehmen keine zurückgewiesenen Flüchtlinge aus Deutschland auf“, machte ihr der Ungarn-Boss unmissverständlich klar.

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„Wir schützen die Südgrenze“

Der ungarische Premier hielt fest: Die EU müsse Menschen in Not helfen, ohne dabei „den Pull-Faktor“ zu verstärken, also zu attraktive Bedigungen für die Einwanderung zu schaffen. Und dies sei nur möglich, indem man die Grenzen schließe.

Ungarns Südgrenze ist mittlerweile gut geschützt. Der frisch errichtete Grenzzaun gab „Ungarn die Kontrolle über das Staatsgebiet“ wieder zurück, hielt Orbán stolz fest.

Merkel meinte in Bezug auf den Grenzschutz, dass Europas Seele „Humanität“ sei und appellierte an mehr „Menschlichkeit“.

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„Keine zurückgewiesenen Migranten“

Orbán bekräftigte, dass Ungarn keine Asylbewerber aufnehmen werde, die von Deutschland zurückgeschickt werden. Ungarn sei darüber hinaus „nicht verantwortlich für diese Asylanträge.“

Nach der Dublin-Regelung müssen Flüchtling eigentlich in dem Land ihren Asylantrag stellen, in dem sie EU-Boden betreten. Würde die Regelung tatsächlich durchgesetzt, dürften es Migranten gar nicht nach Österreich oder Deutschland schaffen.

Ungarn lieben ihren Regierungschef

orban kocht schinken osterschinken video orban
Im vergangenen Ungarn-Wahlkampf kochte Fidesz-Boss viktor Orbán Osterschinken für seine Fans im Internet.

Orbán wurde erst heuer frisch wiedergewählt – sehr zum Unmut der Mainstream-Medien und linken EU-Liebhaber, die einen „Anti-Soros“- und „Anti-Ausländer“-Wahlkampf orteten.