Der türkischstämmige Grüne und Ex-Bundesrat Efgani Dönmez warnt im Wochenblick-Interview vor dem Islamismus in Europa. Bereits in der Vergangeheit verurteilte er Erdogan-Anhänger und islamistische Auswüchse und wurde dafür von seiner grünen Mutterpartei nicht mehr in den Bundesrat gewählt. Nun versucht er über unterschiedlichste Medien seinen Warnungen Raum zu verschaffen, wie auch gestern in der ServusTV-Sendung „Talk im Hangar 7“.

Terror und Theologie: Ursprung Saudi-Arabien

Wochenblick: Sie sagen: „Wer glaubt, dass der Terror die größte Gefahr ist und mit Flüchtlingen in Verbindung bringt, der irrt gewaltig. Die größte Terrorgefahr geht von jenen aus, die den Nährboden bereiten.“ Was meinen Sie damit?

Efgani Dönmez: Diese ganzen Gewaltexzesse und Gräueltaten, die tagtäglich passieren und sich bis vor kurzem auf den Nahen Osten, Arabien und Afrika beschränkt haben, finden mittlerweile auch in Europa Einzug. Den Nährboden für diese Gewalt hat eine Theologie der Verachtung aufbereitet, die jahrzehntelang aus dem Ausland auch nach Europa exportiert worden ist. Unter anderem auch von Saudi-Arabien und Katar.

Wochenblick: Wo wird der Islamismus in Österreich hofiert?

Efgani Dönmez: Ihnen werden in den letzten Wochen wahrscheinlich selbst zwei Sachen aufgefallen sein. Das eine war die Veranstaltung der FPÖ zur Befreiung von den Türken vor 333 Jahren. Und kurz davor, die Äußerung des Kardinals Schönborn, dass eben Muslime versuchen würden, hier angeblich Europa zu erobern. Und die gleiche Person setzt sich mit einer bestimmten politischen Partei im Parlament für die Errichtung eines interreligiösen Dialogzentrums in Wien ein. Hier kooperiert die römisch-katholische Kirche – Herr Kardinal Schönborn, der gleichzeitig auch einer der Berater des Vatikans ist – mit Saudi-Arabien. Das ist ein Beispiel von vielen…

Wochenblick:  Können sie eine realistische Abschätzung abgeben, ob Österreich mit dieser Regierung solche Probleme lösen kann?

Efgani Dönmez: Diese Frage ist wirklich sehr schnell und ganz einfach zu beantworten: Nein, auf gar keinen Fall!

 

Das ganze Interview findest du hier als „Wochenblick“-Video:

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