Dominik Nepp ist ein Familienmensch und geht gerne mit seinem Hund spazieren. Als Politiker will er verhindern, dass seine Herzensstadt von Linken und Islamisten zerstört wird.

Ein Interview von Chefredakteur Christian Seibert

Wochenblick: Herr Vizebürgermeister Nepp, in wieweit hat sich die Wiener FPÖ unter Ihrer Führung von der „Ibiza-Affäre“ erholt?

Vizebürgermeister Nepp: Politisch gesehen war ich als Vizebürgermeister immer die Nummer eins der FPÖ in Wien. Hinzugekommen ist, dass ich nun auch Landesparteiobmann bin. In dieser Funktion werde ich mich vermehrt in die Parteistrukturen einbringen.

Und ich werde eine aktive Rolle in der Konzeptionierung und der strategischen Vorbereitung des Wahlkampfes übernehmen. Der 29. September ist der erste Meilenstein, der für ein „Comeback“ der FPÖ gesetzt wird!

Welche Rolle spielt HC Strache noch in der FPÖ?

Er ist Teil unserer freiheitlichen Familie. Aber er hat gesagt, er zieht sich aus der aktiven Politik zurück, weil er im Falle des „Ibiza-Videos“ für Aufklärung sorgen will. Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem alles präsentiert wird. Wer weiß, vielleicht noch im Wahlkampf!

Provokant gefragt: Wollen Sie sich von HC Strache emanzipieren oder können Sie sich vorstellen, dass er als Spitzenkandidat zurückkehrt, wenn die „Ibiza-Affäre“ aufgeklärt ist?

Das wird man alles sehen! Ich habe immer meinen politischen Fußabdruck in Wien hinterlassen – sei es als Vizebürgermeister oder als Klubobmann. Diesen konsequenten Weg gehe ich weiter. Dabei wollen wir unseren politischen Kernthemen treu bleiben.

Also sind Sie bereit, als Spitzenkandidat in die Wien-Wahl 2020 zu gehen?

Wenn meine Partei es will, bin ich gerne bereit, als Spitzenkandidat zu kandidieren und freue mich schon, mit einem starken Team in das Rennen zu gehen!

Wo setzen Sie Ihre Schwerpunkte?

Das ist der Kampf gegen den politischen Islam sowie die Themen Integration und Sicherheit. Aber auch bei der sozialen Gerechtigkeit haben wir gute Konzepte. Beispielsweise, dass wir beim geförderten Wohnbau einen Staatsbürgerbonus einbauen wollen.

Der Österreicher soll vorrangig behandelt werden bei der Vergabe von Gemeindewohnungen. Dabei unterscheiden wir uns vom „Schmäh“ des Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig, der den „Wien Bonus“ erfunden hat. Demzufolge jeder, egal woher er kommt, eine Sozialwohnung bekommen kann, wenn er eine gewisse Zeit in Wien lebt. Beim SPÖ-Modell schauen die „echten Wiener“ durch die Finger. Das kann es nicht sein!

Auch eine eigene „Scharia Polizei“ ist in manchen Bezirken bereits unterwegs, die junge Mädchen, die nicht so angezogen sind, wie sich diese Islamisten das erwarten, anpöbelt

Was kann ein Wähler, der sein „Kreuzerl“ bei Dominik Nepp als Spitzenkandidat der FPÖ Wien macht, erwarten?

Einen Patrioten mit sozialer Komponente! (grinst)

Wie ist der Mensch hinter dem Politiker Dominik Nepp?

Ich bin ein Familienmensch! Ich habe zwei Töchter im Alter von acht und neun Jahren und eine ganz liebe Frau! Eine Steirerin, die es nach Wien gezogen hat. Ich verbringe gerne Zeit in der Natur – etwa beim Wandern oder beim Spaziergang mit dem Hund.

Wichtig ist es mir, viel Zeit mit den Kindern und der Familie zu verbringen. Das kommt im Beruf des Politikers ohnehin zu kurz.

 

Kommen wir auf die Situation im „rot-grünen“ Wien. Wo orten Sie die größten Probleme?

Wir haben ein Integrationsfiasko in der Stadt! In gewissen Stadteilen Wiens bilden sich bereits Parallelgesellschaften. Diese verkommen förmlich zu „No-Go-Areas“ in der Nacht. Das ist zurückzuführen auf eine jahrzehntelange fehlgeleitete Integrationspolitik der SPÖ.

Allerdings hat sich das durch die Massenmigration des Jahres 2015 und den Reiz der Mindestsicherung und anderer sozialer Lockangebote der Stadt noch verschlechtert. Das ist ein Vorwurf, den ich der SPÖ machen muss. Damit einhergehend kam es zu einem Sicherheitsproblem. Viele Wiener erkennen Wien nicht mehr, so wie es früher war!

Dass die Sicherheit in Wien nicht gewährleistet ist, wird immer behauptet. Andere verweisen darauf, dass Wien laut Studien zu den lebenswertesten Städten der Welt gehört. Woran machen Sie diese Behauptung genau fest?

Meine Frau war früher immer joggen an der Prater Hauptallee, was ohne Probleme möglich war. Heutzutage ist das nicht mehr möglich, da Jugendbanden, mit Messern bewaffnet, Frauen attackieren. Auch eine eigene „Scharia Polizei“ ist in manchen Bezirken bereits unterwegs, die junge Mädchen, die nicht so angezogen sind, wie sich diese Islamisten das erwarten, anpöbelt. Diese Entwicklungen darf man nicht tolerieren. Man muss es auf den Punkt bringen: Das ist unsere Stadt und hier herrschen unsere Regeln!

dominik nepp wien fpö

Immer mehr Migranten-Schüler in Wien attackieren das Lehrpersonal. Wie wird man diesem Problem Herr?

Wichtig ist, dass man in solchen Fällen hart durchgreifen kann! Wir wollen diese Schüler sofort von den Schulen trennen. Hier haben wir das Konzept der „Besserungszentren“. Schülern, die aggressiv oder gewalttätig werden, soll dort untertags mit Ärzten, Sozialpädagogen und Lehrern geholfen werden, um dieses Gewaltpotential einzudämmen. Das ist eine „Win-Win-Situation“ für beide Seiten. Einerseits für die aggressiven Kinder, um keine „Knast-Karriere“ zu starten, aber auch für die Lehrer der regulären Schulklassen und die lehrwilligen Schüler eben dieser.

Abschließend: Wie beurteilen Sie das Scheitern der türkis-blauen Koalition?

Ich finde es schade! Sebastian Kurz hat diese Regierung gesprengt. Eigentlich hätte diese erfolgreiche Arbeit für Österreich weitergehen sollen. Mit der Rücktrittsforderung gegen den „besten Innenminister aller Zeiten“, Herbert Kickl, wurde eine rote Linie gezogen. Das war entweder ein Machtrausch des Sebastian Kurz oder weil er sich von der „alten ÖVP“ beeinflussen ließ. Wir wollen ein Neuaufkommen der alten „schwarz-roten“ Machtverhältnisse jedenfalls verhindern!