Der frühere US-Präsident Donald Trump wurde nun zum zweiten Mal für den Friedensnobelpreis 2021 nominiert. Begründet wird das mit dem von ihm initiierten Friedensvertrag zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ebenfalls auf der Vorschlagsliste befindet sich die linksradikale Bewegung Black Lives Matter.

Von Kornelia Kirchweger

BLM habe die Welt gegen Rassenungerechtigkeit mobilisiert heißt es in der Begründung. Dass dies sehr oft mit Gewalt geschah ist kein Thema.

Friedenspräsident Trump

Trumps Nominierung erfolgte durch den estnischen EU-Abgeordneten, Jaak Madison. Trump sei der erste US-Präsident seit 30 Jahren, der in seiner Amtszeit keinen Krieg führte. Außerdem habe er eine Reihe von Friedensverträgen im Mittleren Osten unterzeichnet, die zu Frieden und Stabilität in dieser Region beitragen. Madison bezog sich dabei auf die „Abraham Verträge“, einem Pakt zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der USA, später kamen noch Bahrein und andere arabische Länder hinzu. Schon im Vorjahr wurde Trump vom norwegischen Parlamentarier Christian Tybring-Gjedde für den Friedensnobelpreis nominiert. Trump habe mehr versucht Frieden zwischen Nationen zu schaffen, als die meisten anderen für den Preis Nominierten war die Begründung.

Mit Gewalt gegen Rassenungerechtigkeit

Ausschreitungen bei den BLM-Demos.

Auch die „Black Lives Matter“ (BLM) Bewegung wurde für den Friedensnobelpreis nominiert. Die extrem linke, oft gewalttägig agierende Gruppierung, die vergangenen Sommer eine Spur der Verwüstung durch viele US-Städte zog, wurde vom norwegischen Parlamentarier, Petter Eide vorgeschlagen. Seine Begründung lautet: „Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Black Lives Matter, als stärkste globale Kraft gegen Rassenungerechtigkeit, wird eine starke Botschaft senden, dass Frieden auf Gleichheit, Solidarität und Menschenrechten beruht und dass alle Länder diese Grundprinzipien respektieren müssen.“ Einwände aus „rechten Kreisen“, BLM habe Gewalt in US-Städten angezettelt, habe er abgelehnt. „Studien zeigten, dass die meisten der von BLM organisierten Demonstrationen friedlich abgelaufen sind“, und dass die beanstandeten Zwischenfälle von „Gegen-Aktivisten oder der Polizei“ provoziert worden seien, ist er überzeugt.

Bis Ende März wird eine endgültige Liste der Nominierten erstellt. Der Preisträger wird im Oktober festgelegt, Anfang Dezember soll die Ehrung stattfinden.