Beim Bau der Linzer Donaubrücke kommt es wegen statischen Berechnungsfehler der französischen Planungsfirma zu Verzögerungen. Der freiheitliche Vizebürgermeister Markus Hein hat solche Probleme bereits im Rahmen des Ausschreibungs-Wettbewerbs kommen sehen, da die Brücke wegen ihres statischen Konzepts nicht einfach zu bauen ist. Doch die Jury hatte sich von der Ästhetik überzeugen lassen. Die ÖVP drückte sich beim Wettbewerb ganz.

Am liebsten würde die ÖVP Linz Markus Hein ganz persönlich für die Bauverzögerung der Linzer Donaubrücke verantwortlich machen. Gleichzeitig behaupten die Mainstream Medien, die Öffentlichkeit wäre zu spät darüber informiert worden. Die Kritik entbehre aber laut dem freiheitlichen Politiker, jeglicher Realität. Es handele sich dabei um ein durchschaubares Spiel der ÖVP, das Bauprojekt für den Nationalrats-Wahlkampf zu instrumentalisieren. „Als die Fakten am Tisch waren, haben wir die Öffentlichkeit informiert“ stellt Hein klar. So habe man die Öffentlichkeit bereits im März darüber informiert, dass es Probleme mit der Statik gebe. Dass 500 Tonnen Stahl abgehen würden, es zu zeitlichen Verzögerungen und damit zu Mehrkosten kommen würde, habe man transparent und zeitnah kommuniziert, so der blaue Stadtvize.

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Warum die Bauverzögerung?

„Bei solchen Projekten gibt es ein Vier-Augen-Prinzip. Eine Firma macht die Statik und eine andere tritt in Form von Prüfstatikern auf. Da wurde das Problem an den Tag gebracht“ erklärte Hein. Demnach entsprach das statische Konzept nicht den österreichischen Normen: „Im Zuge der weiteren Arbeiten wurde festgestellt, dass das ursprüngliche Konzept, das in Frankreich gemacht wurde zu gering dimensioniert war. Da ging es nicht um die Tragfähigkeit der Brücke, sondern um die Ermüdungserscheinungen. Das heißt, dass die Brücke nur 50 Jahre gehalten hätte und nicht 100.“

Problem bereits gelöst

Die Problematik sei bereits gelöst, versicherte Hein: „Es wurde mittlerweile ein drittes Stahlwerk beauftragt, damit der fehlende Stahl schneller produziert wird. Im September werden die ersten Stahlteile in Linz angeliefert und vor Ort zusammengebaut. Hier wird versucht, die Arbeitsschritte so weit es geht zu parallelisieren, um den zeitlichen Verlust so gering wie möglich zu halten“. Wie hoch die Mehrkosten letztendlich sein würden, müsse noch mit den Baupartnern eruiert werden. Man habe jedoch bereits Regressforderungen angemeldet.