Wegen der aktuell grassierenden Corona-Pandemie sorgt nun eine Forderung der Migrationsbeauftragten von Thüringen für Aufsehen. Asylwerber sollen in Wohnungen, statt in Heimen untergebracht werden …

Zumindest wenn es nach den Vorstellungen von Thüringens Migrationsbeauftragter Mirjam Kruppa ginge.

Drei Zimmer, Küche, Bad?

Im Bundesland Thüringen seien derzeit zahlreiche Migranten gezwungen in „beengten Gemeinschaftsunterkünften“ zu leben. Durch das Virus wäre das Leben dieser Ausländer nun in akuter Gefahr.

Angesichts der Corona-Pandemie sollte die Unterbringung von besonders gefährdeten Flüchtlingen in Wohnungen statt in Gemeinschaftsunterkünften stattfinden. „Die beengte Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften in Zeiten von Corona gefährdet Menschenleben“, erklärte Kruppa zu Beginn der Woche in Erfurt.Zudem müsste in diesen Wohnungen ein eigenes Bad und eine eigene Küche vorhanden sein.

Die Forderung erinnert an jene des niedersächsischen Flüchtlingsrats, Asylwerber während der Krise in Hotels unterzubringen (Wochenblick berichtete).