Haben Sie sich jemals gefragt, wofür die öffentlich-rechtlichen Anstalten Ihnen jedes Monat eine erkleckliche Summe aus der Tasche ziehen, wenn dann eh nur dieselben Serien und mittelmäßigen Filme in Dauerschleife laufen? Richtig: Der Staatsfunk hat einen sogenannten Informationsauftrag. So ganz richtig scheint man diesen aber beim SWR nicht verstanden zu haben, denn was die ARD-Tochter unlängst lieferte, hat mehr von einem „Desinformationsauftrag“. 

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Zwar fängt das „Wissensvideo“ noch durchaus interessant an, indem es den Skandal rund um den hastig entwickelten Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix höchst informativ nachzeichnet. Dieser führte weltweit bei tausenden Impflingen zur Narkolepsie, einer chronischen Schlafstörung. Ab 2 Minuten 30 ändert sich das aber schlagartig – nämlich, als sich die Frage ergibt, ob schwere Nebenwirkungen auch bei der – in Windeseile entwickelten – Corona-Impfung passieren können.

Wirklich „ganz, ganz seltene“ Nebenwirkungen?

Und wie Sie sich sicher vorstellen können, ist der sogenannte „Küchenzuruf“ natürlich, dass dies angeblich nicht möglich wäre. Dass die von der Politik üppig alimentierten Einheitsmedien die meisten Einwände, und seien sie noch so fundiert, negieren, ist keine Neuigkeit. Aber die Art und Weise, wie der SWR dies tut, passt auf keine Kuhhaut und ist ein Meisterstück dumm-dreister Propaganda der Sonderklasse. Denn nun kann gar nicht oft genug eingeblendet werden, dass es sich ja um „SELTENE“ Nebenwirkungen handle.

Man wiegt den Seher in Sicherheit, weil diese Reaktionen wohl „längst aufgefallen wären“, selbst wenn sie nur in „einem von 100.000 Fällen“ auftreten (was bei der geplanten Durchimpfung der Weltbevölkerung übrigens immer noch gut 100.000 Menschen wären, also eine ganze Großstadt mit solchen Impfschäden). Sie denken sich, Sie haben doch sofort über üble Reaktionen bis hin zu Gesichtslähmungen oder gar Toten in kurzer zeitlicher Aufeinanderfolge zur Impfung gehört? Auch das wischt der SWR nämlich einfach weg – nein, das ist kein morbider Scherz, für den Staatsfunk nur eine Statistik.

Die Zahlenspiele mit den Vorerkrankungen…

„Aber: Und das ist das wichtige – mit der Impfung hat das WAHRSCHEINLICH nichts zu tun“, so die Erzählerin. Denn vier Geschichtslähmungen bei 20.000 Menschen entsprächen der zu erwartenden Hintergrundinzidenz. Auf gut deutsch, die Lähmungen wären also angeblich auch ohne die Impfungen aufgetreten. Und die Entstellung sei in vielen Fällen ja ohnehin nicht dauerhaft, größtenteils bilde sie sich zurück. Alles paletti, also.

Denn was sind schon die paar Leute mit den „side effects“, wie Bill Gates hunderttausende Impfschäden bereits im letzten Sommer verharmloste? Und es geht noch pietätloser, denn sie exerzieren dies mit den Toten auch noch durch. Denn demnach seien die Menschen ja ohnehin schon zwischen 79 und 93 Jahre alt gewesen und hatten Vorerkrankungen. Alle waren also schwer krank, gehen Sie also weiter, es gibt hier nichts zu sehen.

Der Teil, dass das mit dem hohen Durchschnittsalter und den Vorerkrankungen durch die Bank auch generell für „Corona-Tote“ gilt, wird ebenso verschwiegen wie der Umstand, dass jeder einzelne, der in den vier Wochen vor seinem Tod positiv getestet wurde, in die Statistik als „Corona-Toter“ eingeht. Ja, in Einzelfällen sogar Unfallopfer. Verschied jemand hingegen weniger als vier Wochen nach der Impfung, war es die Vorerkrankung. Eh kloar, glaube nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast…

Ein Killervirus geht um – oder doch ein Hirngespinst?

Billige Zahlenspiele hin oder her, es geht auch um die menschliche Seite: Denn die Angehörigen einer 90-Jährigen Deutschen etwa, die nur eine Stunde nach der Impfung – Sie ahnen es, offiziell natürlich ohne Zusammenhang – umkippte, wird das nicht trösten. Genauso wenig wie dutzende andere Familien, deren Liebste nur kurze Zeit nach der Gabe des vermeintlichen Wundermittels die Welt der Lebenden verlassen mussten, die man vielleicht wegen der absurden Besuchsbeschränkungen schon davor Monate nicht sehen konnte.

Dem SWR ist das egal: „Also halten wir fest: Inzwischen sind MILLIONEN Dosen verimpft worden: Seltene Nebenwirkungen müssten wir längst entdeckt haben.“ Und nur, falls Sie das immer noch nicht kapiert haben: „Seltene Nebenwirkungen“ sind halb so wild. Passiert doch auch im Auto, wenn sich Menschen am Sicherheitsgurt bei einem Unfall verletzen, weshalb es auch eine Pflicht gebe! Und es gäbe zwar keine 100% Sicherheit, aber eben eine „sehr reale Gefahr sich zu infizieren“.

Das SWR betont ganz deutlich, man habe auf Intensiv-Stationen gedreht und Menschen sterben gesehen.  Das ganze sei freiwillig, aber eh schon wissen: Die Gefahren durch das Killervirus! Das Fernsehen hat es ihnen gesagt: Es hat Menschen sterben gesehen und sensationsgeil die Kamera drauf gehalten. Ihnen zeigt man das aber natürlich nicht, man will Sie ja nicht beunruhigen.

Steine und Federn in die Waagschale…

Dies ist wohl der Zeitpunkt, wo ich auch auf die manipulative Bildsprache eingehen muss. Die hat mich zwar auch schon an früheren Stellen des Videos gestört, aber hier wich sie wohl endgültig plumper Meinungsmache. Die Erzählerin sagt mit mahnender Stimme, den erhobenen Zeigefinger hört man gleich mit: „Was ist gefährlicher, das sehr, sehr geringe Risiko einer Nebenwirkung oder das Risiko an Covid-19 zu erkranken?“

Das ganze wird bildlich auf die Waagschale geworfen. Und natürlich wiegt die Seite mit dem riesigen COVID-19-Schriftzug um Tonnen schwerer als die mit dem SEHR, SEHR GERINGEN Risiko an Nebenwirkungen. Aber abwägen müsse das ja eh noch jeder selbst. Und Sie wissen doch, wir haben Ihnen doch gerade von den ganzen Toten auf der Intensivstation erzählt! Also, es ist Ihre freie Entscheidung! Aber wählen Sie weise…

Sehr, sehr großes Risiko der Gehirnwäsche

Falls Sie es immer noch nicht verstanden haben: Ganz frei, richtig frei. Sehr, sehr, sehr, sehr geringes Risiko einer ganz, ganz, ganz seltenen Nebenwirkung. Haben wir schon gesagt, wie SELTEN diese Nebenwirkungen sind? Was, Sie kennen jemanden, der erst 50 war und nach der Impfung verstarb? Sie Aluhutträger, Sie! Schauen Sie sich ihren Kumpel doch an, die fette Sau hätte sich doch eh die nächsten Jahren zum Herzinfarkt gefuttert! Was grämen Sie sich also?

Nein, diesen Tonfall verwenden die Erzähler des SWR-Videos nicht. Gottlob, weil damit die letzte Hemmschwelle sinken würde. Leider, weil so mancher Seher das infame Machwerk trotz der überaus plumpen Schlagseite für eine neutrale Kurzdoku hält. In Wirklichkeit meint es der Staatsfunk aber kaum anders – die Impfung ist der Heilsbringer, der Game Changer, das Licht am Ende des Tunnels, der Weg zur Freiheit. Und wer daran rüttelt, ist Covidiot und Lebensgefährder. Sagt doch die Regierung auch.

Also, hören Sie nicht auf kritische Mediziner und Forscher, die ihren Karriere aufs Spiel setzen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Vertrauen Sie doch lieber bequem von der Lockdown-Couch allem, was Ihnen aus den eigenen Zwangsgebühren serviert wird. Serviert von Menschen, die fürs Denken und ganz sicher nicht fürs Flunkern gezahlt werden. Und wer das nicht anerkennt, der begeht eben ein Gedankenverbrechen. Und das will doch keiner, hm? Also lieber das Gehirn am Empfang abgeben, die Wäsche übernimmt der Staatsfunk für Sie. 

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