drogen delikte oberösterreich
Klubobmann Mahr und Sicherheits-Landesrat Podgorschek haben sich im Gespräch mit einem Suchmittelexperten der oö. Polizei bereits vor dem aktuellen Suchmittelbericht ein Bild über die Problematik gemacht. Leider haben sich die Befürchtungen der Polizei bestätigt.

Der Suchmittelbericht 2017 lässt die Alarmglocken schrillen! Um über ein Viertel ist die Zahl der angezeigten Drogendelikte im Vergleich zum Jahr 2016 angestiegen.

Die FPÖ fordert jetzt Verschärfungen im Suchtmittelgesetz – insbesondere zum Schutz Minderjähriger.

Werbung

[themoneytizer id="18295-1"]

Verschärfungen bei Drogenvergehen

„Die Schlagzahl beim Kampf gegen die Drogenkriminalität muss erhöht werden“, nimmt jetzt FPOÖ-Klubobmann Herwig Mahr Bezug auf den kürzlich vom Bundeskriminalamt veröffentlichten Suchmittelbericht über das Jahr 2017 Stellung.

„In Oberösterreich verzeichnen wir einen alarmierenden Anstieg. Diese Entwicklung ist ernst zu nehmen. Die Drogenproblematik hat vielerorts bereits überhandgenommen. Eine Schwerpunktsetzung in diesem Bereich ist dringend notwendig.

Fast 27 Prozent Steigerung!

Fakt ist: Die Zahl der Anzeigen ist in Oberösterreich um 26,9 Prozent auf 7.692 angestiegen. 2016 lag die Zahl der Anzeigen noch bei 6.060, vor zehn Jahren bei gar „nur“ 3.297.

Ein Grund für den Anstieg ist jedenfalls das sehr strikte und aktive Vorgehen der oberösterreichischen Polizei in den vergangenen Monaten und Jahren. („Wochenblick“ berichtete bereits mehrmals und umfassend). Immer wieder deckten die sehr fleißigen Polizeibeamten zum Teil sehr große Drogen-Netzwerke im Land auf!

afghanen asylwerber drogen
Vor kurzem forschte die Polizei in Oberösterreich einen international agierenden Drogenring aus, der primär von Afghanen betrieben wurde.

„Hebel bei Minderjährigen ansetzen“

Besonders erschreckend bei den Aufgriffen ist immer wieder die hohe Zahl minderjähriger Konsumenten. Teilweise sind die Jugendlichen nicht älter als 13 oder 14 Jahre! „Insbesondere bei Minderjährigen ist der Hebel anzusetzen. Sie dürfen erst gar nicht mit Drogen in Berührung kommen“, betont Mahr und fordert besseren Schutz für Minderjährige vor Drogen.

„Im aktuellen Regierungsprogramm ist bereits geplant, das Suchtmittelgesetz in dieser Sache zu verschärfen. Aufgrund des alarmierenden Anstiegs muss das rasch angegangen werden“, unterstreicht er.

Ein Viertel ausländische Tatverdächtige

Jeder vierte Tatverdächtige in Oberösterreich sei zudem nicht aus dem Inland (27,6 Prozent), betont Mahr. Die Tendenz ist steigend. Massiven Zuwachs gäbe es vor allem unter Afghanen.

imas studie integration linz
Der Linzer Vizebürgermeister Detlef Wimmer (FPÖ) fordert jetzt eine weitere Intensivierung polizeilicher Kontrollen.

Wimmer: Mehr Kontrollen

Auch der Linzer Vizebürgermeister Detlef Wimmer zeigte sich schockiert. „Obwohl die personelle Situation besser sein könnte, zeigt die Polizei ihre Effizienz und Stärke bei der Ausforschung diverser Drogendelikte. Dafür gebührt Dank und Anerkennung! Nichts desto trotz sollen auch in Linz Schwerpunktaktionen gegen Drogendealer so wie in Graz, Bregenz und Innsbruck verstärkt werden, damit künftig vielleicht sogar noch mehr Kriminellen das Handwerk gelegt werden kann“, betont er.

Auch den Kampf gegen Cannabis will er verstärken: „Cannabis ist nach wie vor das am meisten verbreitete Suchtmittel. Obwohl einige politische Kräfte eine Legalisierung dieser Droge fordern, sehen wir Freiheitliche uns in unserer Linie bestätigt hier einen noch intensiveren Kontrollschwerpunkt zu legen. Wir müssen vor allem unsere Jugendlichen davor schützen und verhindern, dass sie in das Drogenmilieu abdriften!“