In Österreich gibt es seit Jahren rund 2.500 Intensivbetten. Dies sind Krankenhausbetten für intensive Krankheitsfälle. Berechnungen von letzter Woche ergeben: Spätestens im April sind alle diese Intensivbetten voll ausgelastet und es kommt eventuell zum Kollaps des Gesundheitssystems. Die Corona-Intensiv-Patienten könnten dann sehr sprunghaft angestiegen sein.

Es wird auch bei uns eventuell das passieren, was derzeit in Italien passiert ist. Die Betten sind voll von Corona-Patienten und die Ärzte entscheiden an Ort und Stelle, wer noch eine Behandlung bekommt und wer einfach sterben muss.

Steht Kollaps der Krankenhäuser bevor?

Das passiert deshalb, weil sich das Corona-Virus im Gegensatz zu anderen Krankheiten massiv schnell ausbreitet. Es steigt exponentiell an. Anfang April führt dies sehr wahrscheinlich zum Kollaps der Krankenhäuser und es könnten apokalyptische Endzeit-Szenen beginnen. Damit das also nicht passiert, hat man die Beschränkungen der Sozialkontakte in Österreich per Notverordnung verfügt und erhofft sich so eine Verschleppung der Situation. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich nicht alle gleichzeitig anstecken und dadurch eine solche Überbelastung vermieden werden.

Dabei wird aber ein allgemeines Systemversagen offensichtlich: Auch ohne Coronavirus waren die Intensivbetten jedes Jahr im Jahresdurchschnitt (!) zu 82 Prozent ausgelastet. Also man hat im Jahresdurchschnitt nur einen Spielraum von rund 18 Prozent oder 450 Intensivbetten – im ganzen Land.

System anscheinend nicht ausreichend vorbereitet

Das Gesundheitssystem ist anscheinend auf keinerlei Krise oder Ausnahmesituation vorbereitet. Das Österreichische Militär wurde kaputt gespart und vermeintlich mutwillig zerstört, dass es heute handlungsunfähig ist. Dem Gesundheitssystem erging es ähnlich: Alles, was nicht sofort benötigt wird, wird weggeworfen, abgeschafft. Wie der Feuerlöscher, der ein paar Jahre nicht gebraucht wird.

Intensivbetten wurden eingespart, weg rationalisiert, weil unsere westlichen Staaten grundsätzlich mit keinen Krisen rechnen. Es war nicht „ökonomisch“ genug, dass man Intensivbetten auf Vorrat, für eine Krise, für eine Katastrophe hatte: Das Gesundheitssystem lebte, wie die ganze Gesellschaft und das ganze Wirtschaftssystem, am Limit – einzig dem Profit und der Rentabilität verpflichtet.

Daher würde eine rasche Infektion von vielen Patienten dazu führen, dass diese Patienten sofort ein Intensivbett benötigen, welches einfach nicht da ist. Die Politik ist deshalb in Panik und riskiert jetzt, dass durch die Ausgangssperren die Wirtschaft binnen weniger Wochen eventuell ruiniert wird.