Am heutigen Mittwoch traf sich der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit Thomas Stelzer und Wilfried Haslauer, den beiden Landeshauptleuten von Oberösterreich und Salzburg (beide ÖVP). Beim Krisengipfel standen weitere Verschärfungen im Raum, doch das Zusammentreffen blieb vorerst ergebnislos. Offenbar kokettierte Mückstein mit einem Lockdown für Ungeimpfte in beiden Bundesländern.

  • Mückstein möchte regionalen Lockdown, Schallenberg nur für Ungeimpfte
  • Haslauer und Stelzer wollen Maßnahmen, aber keinen Lockdown
  • Tauziehen zwischen Bund und Ländern geht weiter – wer knickt zuerst ein?
  • Indes explodiert der Anteil der Geimpften auf Normal- und Intensivstation!

Mückstein wollte Regional-Lockdown forcieren!

Dies hatten mehrere Medien bereits vorab kolportiert. Salzburgs Landesvater Haslauer bestätigte laut ORF, dass der Impf-Fanatiker im Gesundheitsressort auch genau dies vorschlug. Bislang gab es noch keine Einigung wie es weitergeht – aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Denn am Donnerstag und am Freitag gehen die Gespräche weiter. Dabei sollen auch „Experten“ mit an den Tisch kommen, notfalls den Ausschlag geben. Es könnte also wenige Tage nach dem 2G-Diktat ein völliger Lockdown für Ungeimpfte kommen. Teilweise war sogar über einen völligen regionalen Lockdown spekuliert worden.

Als Resultat hätten die Oberösterreicher und Salzburger einmal mehr nur aus wenigen Gründen ihr Haus verlassen dürfen. Dann gab allerdings Kanzler Alexander Schallenberg die Losung aus, dass es für Geimpfte keinen Hausarrest geben dürfte. Bei Ungeimpften scheint allerdings alles billig. Kommt ein solcher Lockdown entlang des Impfstatus hieße dies: Die ohnehin Entrechteten dürften dann nicht einmal mehr in den Baumarkt, in den Blumenladen oder zu einer Fahrstunde. Haslauer und Stelzer sind gegen eine solche Maßnahme – Ersterer wegen der fehlenden Kontrollierbarkeit, Letzterer wegen der hohen Anzahl an Intensivbetten in Oberösterreich.

Viele im Spital geimpft – Ungeimpfte als Sündenbock

Das Schreckgespenst ist weiterhin nicht vom Tisch: Die Scharfmacher im Bund sind offenbar bestrebt, auch die fünfte Stufe ihres schikanösen Stufenplans vorzuziehen. Die letzten Schritte erklärte man stets mit der beabsichtigten Steigerung der Impfquote. An dieser hält die Regierung weiterhin als vermeintlichen „Game-Changer“ fest, wirbt mittlerweile sogar für den Drittstich. Die Zahlen hingegen sprechen eine andere Sprache – sowohl in Oberösterreich als auch in Salzburg.

In unserem Bundesland machten Geimpfte in der Vorwoche bereits 32 Prozent der Corona-Intensivpatienten aus Wochenblick berichtete. Gegenüber dem 15. Oktober verdreifachte sich der Anteil, in diesem Zeitraum waren 57 Prozent der neuen Intensivpatienten „vollimmunisiert“. Auf der Normalstation machten zumindest zweifach Geimpfte glatte 40 Prozent der Patienten aus, in Salzburg zeitweise sogar 55 Prozent. Trotzdem sollten die Bundesländer für ihre „Impffaulheit“ bestraft werden.

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