Seit Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika im Amt ist und die Mainstream-Medien laufend als Meinungsfabriken mit eigener Agenda enttarnt, ist der Begriff „Fake News“ in aller Munde. Und zwar besonders in den Mündern linker Politiker und Journalisten.

Ein Kommentar von Rene Rabeder

Werbung

Sämtliche Meinungen die nicht links der Mitte sind, und alle Medien, die sich dazu entschieden haben, die ungeschönte Wahrheit über gesellschaftspolitische Ereignisse zu berichten, werden heute inflationär als „Fake News“ verunglimpft.

Vor allem alternative Medien wie der „Wochenblick“ sind, was natürlich dem Erfolg und stetig wachsenden Marktanteilen geschuldet ist, den Medien des Mainstreams und den am absteigenden Ast befindlichen linken Parteien, ein Dorn im Auge.

Bemüht seriöser Auftritt

Gerade diese Parteien sind es, die nun vermehrt dazu neigen, die Wahrheiten unserer Zeit etwas „ausschmücken“ zu wollen und die eigene Gesinnung mithilfe teilweise ziemlich dreister Unwahrheiten beim Wähler wieder attraktiv zu machen.

Die SPÖ hat mit der Seite „Kontrast.at“ für diese „Mission“ schon 2016 einen eigenen Blog im Internet gestartet. Mittlerweile wird dieser Blog alleine auf „Facebook“ von über 113.000 Nutzern abonniert. Die Aufmachung der Seite ist dabei betont „leise“.

In der grafischen Gestaltung gibt man sich, mutmaßlich um seriös zu wirken, schon beinahe langweilig. Mit einer eigenen „Fakten Check“-Rubrik wollen die Macher von „Kontrast“ offenbar den Anschein erwecken, unabhängig und ausschließlich der Wahrheit verpflichtet zu sein.

Schaut man sich aber im Impressum der Seite an, wer denn diese Macher eigentlich sind, kann man sehr rasch zu erahnen beginnen, was sich hinter diesem Projekt tatsächlich verbirgt. „Produziert wird dieses Magazin von MitarbeiterInnen des SPÖ-Parlamentsklubs.

Postfaktischer Alarmismus

Medieninhaber, Herausgeber, Hersteller und Eigentümer (zu 100%): SPÖ-Parlamentsklub“, steht da zu lesen. Sieben der acht Redaktionsmitglieder tauchen auch tatsächlich als Mitarbeiter des SPÖ-Klubs auf.

Nicht zuletzt die Chefredakteurin des Blogs, Patricia Huber, die im Übrigen auch am Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien unterrichtet. Projektleiter Gerald Demmel, natürlich auch im roten Klub vertreten, rühmt sich damit, selbst bei den „early days and years“ von „Standard.at“ dabei gewesen zu sein.

Eine Tatsache, die schon für sich alleine einiges an Rückschlüssen zulassen könnte. Sämtliche Ahnungen über die inhaltliche Linie von „Kontrast“, die anhand dieser Informationen entstehen könnten, werden beim zweiten Blick auf die Seite dann auch bestätigt.

Neben den typischen „SPÖ-Themen“, wie dem Kampf gegen den „12-Stunden Tag“, der Darstellung von Unternehmern als „kapitalistische Sklaventreiber“ und kleinen despektierlichen Cartoons über Vizekanzler Heinz-Christian Strache, findet sich vor allem jener postfaktische Alarmismus, den die Verantwortlichen am liebsten dem politischen „Feind“, also der türkis-blauen Bundesregierung und Medien abseits des linken Mainstreams, unterstellen.

Dabei schreiben die „Kontrast“-Autoren nicht nur in ihren Meinungsartikeln recht zielsicher an der Wahrheit vorbei. Scheinbar nur in der Absicht, so viel Angst und Wut wie möglich unter den Genossen zu schüren.

Populismus von ganz links

„In kleinen Schritten soll in Österreich ein Billiglohn-Sektor entstehen“, heißt es dort etwa. An anderer Stelle gar: „Die aktuellen politischen Maßnahmen, der ͵neue Stilʹ der Regierung in Wort und Tat, sind von einer menschfeindlichen Gesinnung getrieben“.

Von dieser „Menschenfeindlichkeit“ liest man auch in einem Artikel über das AMS, der vom Schicksal arbeitsloser Menschen in der von türkis-blau herbeigeführten Dystopie voller Sexismus, Altersdiskriminierung und Rassismus erzählt.

„Wie Corbyn die Labour Party in Großbritannien mehrheitsfähig gemacht hat“, erfährt man zum Beispiel, will man sich auf „Kontrast“ über die Grenzen Österreichs hinweg informieren. Mit Sätzen wie: „Umverteilung von Vermögen, Wohlstand für alle – Ideen und Konzepte, die einst als radikal gegolten haben, sind mehrheitsfähig geworden“, werden sich alte kommunistische Träume wahr gewünscht.

Spoiler: Über Corbyns Antisemitismus-Problem, das jüngst sogar das „Scotland Yard“ mit Ermittlungen gegen die Partei auf den Plan rief, liest man auf „Kontrast“ nichts. Solche Anschuldigungen schleudert man ausschließlich in Richtung der FPÖ.

Fazit: Die Absicht, die eigene Partei mittels Fake News und Alarmismus wieder in Regierungsverantwortung zu hieven ist auf „Kontrast“ sehr konsequent umgesetzt. Die „alternativen Fakten“ und die links-populistische „Panikmache“ wird aber unterm Strich (also in der Wahlkabine) wenig bringen. Die Lebensrealitäten und die Ängste und Sorgen der Österreicher sind nämlich schlicht und ergreifend „Real News“.