„Ehrenmann“: Til Schweiger bezeichnet Corona-Kritiker als seinen Helden

Deutschlands Mainstream-Medien sind ganz außer sich. Til Schweiger, das ewige Liebkind des deutschen Films und Boulevards, hat es doch tatsächlich gewagt. Er änderte seine Sichtweise zur Corona-Politik im Laufe der Zeit radikal. Jetzt ließ er sich auch noch mit dem kritischen Journalisten Boris Reitschuster ablichten und bezeichnete ihn als „seinen Helden“. Der Denunziantenblog „Volksverpetzer“ und der deutsche Staats-„Satiriker“ Jan Böhmermann hetzen jetzt massiv gegen den beliebten Schauspieler. Seine Fans lassen sich davon jedoch nicht einschüchtern: Rund 22.000 gefällt Schweigers „Helden“-Bild. Auf Twitter wird Schweiger als „Ehrenmann“ gefeiert.

  • Til Schweiger beschwerte sich noch im März 2020 über das Nicht-Einhalten des Mindestabstands
  • Seit Mai 2020: Der beliebte Schauspieler „wachte auf“ und kritisiert Corona-Maßnahmen
  • Mainstream ist schockiert über Foto von Til Schweiger mit „seinem Helden“ Boris Reitschuster
  • Cancel Culture: Eine Denunziantenplattform und Jan Böhmermann hetzen gegen Til Schweiger
  • Fans stehen hinter Til: 22.000 Likes für „Ehrenmann“ Schweiger

 

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Viele sind Til Schweiger für sein Bekenntnis zum kritischen Journalismus dankbar. Das war nicht immer so. Zu Beginn der Corona-Krise, im März 2020, war Schweiger noch strikter Maßnahmenbefürworter. Doch Schweiger informierte sich und dachte um.

Schweiger wachte auf

Bereits im Mai 2020 verteidigte Schweiger dann den maßnahmenkritischen Xavier Naidoo und zählte sich selbst zum „Team Xavier“. Wochenblick berichtete. Daraufhin wurde er als „Verschwörungstheoretiker“ in den Mainstream-Medien geführt. Schweiger kritisierte die Corona-Maßnahmen, meinte, dass uns der Lockdown mehr geschadet als genützt habe. Auf seinem Instagram-Account teilte er ein Video des Arztes Bodo Schiffmann, der mit seiner Partei „Widerstand2020“ gegen die Corona-Maßnahmen protestiert und machte sich in mehreren Postings über das Robert-Koch-Ins­titut lustig. Auf Facebook und Instagram folgen ihm zusammen knapp 1,7 Millionen Menschen.

Schäbig: Reitschuster wird von Ex-Arbeitgeber beflegelt

Der „Focus“ bezeichnet Boris Reitschuster in seiner Berichterstattung zum Til Schweiger-Foto als „fragwürdigen Corona-Autor“. Mehr als 15 Jahre leitete Reitschuster das Moskauer Büro von Focus. Jetzt hetzt das Blatt gegen seinen ehemaligen, verdienten Mitarbeiter. Auf Twitter wurde das von mehreren Nutzern als „peinlich“ und „schäbig“ kritisiert. Ein Nutzer entgegnet jedoch, dass Schweiger in der Vergangenheit selbst die Cancel Culture gefördert habe. Deswegen solle man kein Mitleid mit ihm haben.

Reitschuster: Entlarven sich selber

Reitschuster bezog bereits selbst auf Instagram Stellung: „‚Im besten Deutschland aller Zeiten‘: Nach einem Selfie von Schweiger mit mir wünschen sich selbsternannte ‚Bunte, Tolerante & Weltoffene‘ faktisch Berufsverbot für ihn (für mich eh schon lange). Faszinierend: Wie die sich selbst entlarven, würde das kein anderer schaffen.“

Fans feiern Schweiger

Die Reaktionen auf Schweigers Beitrag sind mehrheitlich positiv. Während zwar viele das „Canceln“ des Schauspielers fordern, ist die Flut der Til Schweiger-Solidaritäts-Bekundungen nicht aufzuhalten. Die Begeisterung über Til Schweigers Helden-Foto schlägt sich bereits in 22.000 positive Reaktionen und eine Vielzahl an befürwortenden Kommentaren auf Twitter nieder.

Indes wächst die Kritik an den Mainstream-Medien: „An Schäbigkeit und Infamie nicht zu toppen“

Der GEZ-finanzierte Staats-„Satiriker“ Jan Böhmermann bezeichnete Schweiger als dumm, indem er ihm unterstellte, Honig im Kopf zu haben. Doch die Twitter-Nutzer lassen sich davon nicht beeindrucken. Sie bezeichnen Til Schweiger und Boris Reitschuster als Männer mit Charakter, und „Ehrenmänner“.

„Männer mit Charakter“:

„Angenehm überrascht“ und „Niveauvoller Journalist Boris Reitschuster“:

Verächtlich gemacht, für Foto mit kritischem Journalisten:

„Die Presse ist dein Feind!“ und „Nazi Diktatur Deutschland“:

So irre hetzt der Volksverpetzer gegen Schweiger und Reitschuster

Irre Hetze: Der „Volksverpetzer“ erklärt Til Schweiger in diktatorischem DDR-Sprech für demokratiefeindlich, wegen seines Fotos mit Reitschuster. Sich mit einem kritischen Journalisten abzubilden, schade „unserer Demokratie“, denn das könne der (demokratisch gewählten) AfD zugute kommen. 
Die Denunziantenplattform bezeichnet Reitschuster als „notorischen Verbreiter von Desinformation“:

„Was für Verschwörungsmythen Til Schweiger privat glauben mag, ist nicht klar und auch irrelevant. Wenn dieser jedoch offen Unterstützung für einen notorischen Verbreiter von Desinformation signalisiert, ist das äußerst gefährlich für unsere Demokratie. Wer Reitschuster liest, will belogen werden und ein falsches Bild der Realität bekommen. Damit verdient dieser Fake-News-Blogger Geld. Letztlich stärkt das nur die AfD und schwächt die Demokratie. Til Schweiger hat jetzt indirekt die Lügen der AfD mit gestärkt. Eine Partei, die er einmal kritisch gesehen hat. Schade, dass er sich damit so sehr ins Abseits geschossen hat.“

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