In zahlreichen Liedern wird die Stadt besungen. Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Wien polarisiert, nicht nur im Wahlkampf. Nun kann man den Trubel der Großstädte mögen oder lieber das ruhige Landleben vorziehen.

Elsa Mittmansgruber

Längst ist dies aber nicht mehr der Punkt, an dem sich die Geister scheiden. Vielmehr ist es die harte Realität, die einem in Wiens Straßen sofort entgegenschwappt:

Man ist fremd im eigenen Land. In einer engen Definition, die nur Personen einschließt, die selbst oder bei welchen beide Elternteile im Ausland geboren sind, haben bereits 45,9 Prozent der Wiener Bevölkerung Migrationshintergrund. 59 Prozent der Wiener Volksschüler sprechen nicht Deutsch als Muttersprache und 56 Prozent der neugeborenen Wiener haben Mütter mit ausländischem Geburtsort.

Dass man sich in Wien somit nicht mehr wie in Österreich fühlt, kommt nicht von irgendwo her. Und die Überfremdung schreitet im rasenden Tempo voran: Ständige Zuwanderung aus Afrika und dem fernen Osten paart sich mit großer Gebärfreudigkeit der Migrantinnen. 4,21 Kinder bekommt im Schnitt beispielsweise eine in Wien lebende Syrerin, 1,16 Kinder eine Österreicherin.

Aber ein echter Wiener geht nicht unter? Ich befürchte, das ist nicht mehr als ein TV-Serientitel. Der berühmte „Point of no Return“ wurde überschritten. Der Blick auf die nackten Zahlen reicht aus, um zu sehen, dass die Demografie die Demokratie frisst. Weshalb die Wahl am 11. Oktober lediglich darüber entscheiden wird, wie schnell die Entwicklung weiter voranschreitet und wie mit den Zugezogenen umgegangen wird.

Ob man weiter Umstände duldet wie einen florierenden Drogenhandel, einen jährlichen Anstieg an Gewaltverbrechen oder exorbitant viele Ausländer in der sozialen Hängematte (54 Prozent der Wiener Mindestsicherungsbezieher sind keine österreichischen Staatsbürger). Ich bin froh, dass ich vorerst das Geschehen noch aus der Ferne beobachten kann. Denn Linz ist NOCH nicht Wien, aber die Tendenz ist wie in allen Städten Österreichs längst erkennbar. Bleibt zu hoffen, dass wir das Ruder noch rumreißen können. Denn danach gibt es kein Zurück mehr.