Immer im Wahlkampf werden die Wähler von den Parteien besonders umworben. Dabei werden Absichten für die Zukunft kundgetan, wo man sich die Frage stellen muss, wieso das nicht die letzten Jahre schon alles umgesetzt wurde? Leider sind die Medien und auch die Wähler oft vergesslich und glauben den Beteuerungen.

Ein Kommentar von Matthias Hellner

„Jede Partei ist für das Volk da und nicht für sich selbst“, soll schon der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer gesagt haben. Ob er sich immer daran hielt – sicher nicht, aber er konnte es zumindest glaubwürdig verkaufen. Wenn man in Österreich die letzten Monate seit Corona Revue passieren lässt und an die Wahlen in Oberösterreich denkt, dann stellt sich auch die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Parteien.

Gegenstimme zur Corona-Politik

Und gerade bei Corona sind sich fast alle Parteien einig und fordern eher noch härtere Maßnahmen, ob das Volk will oder nicht. Die einzige Partei, die sich ab Beginn diesem Narrativ widersetzte, ist die FPÖ. Nun muss man kein Freund der Freiheitlichen sein, um zumindest anzuerkennen, dass es dem Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml zu verdanken ist, dass in der Landeshauptstadt im Freien bisher keine Masken getragen werden mussten.

Und auch wenn FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl polarisiert, so ist er doch der einzige Politiker, der bisher einen gradlinigen Kurs gegen die Corona-Diktatur gesteuert hat, auf Demos war und das Ohr am Bürger hatte. Ebenso hat er als einziger Politiker den Great Reset im Parlament angesprochen.

Widerstand stärken, statt verzetteln

Und auch FPOÖ-Spitzenkandidat Manfred Haimbuchner stellt sich hinter den freien Willen der Bürger und bezeichnet die „Treibjagd“ auf Ungeimpfte als unerträglich. Dass daher eine Schwächung der FPÖ vom Establishment erwünscht ist, ist keine Frage. Schon früher gab es Versuche mit Team Stronach oder der Liste Hans-Peter Martin ihr Stimmen abzujagen. Meist verschwanden diese Kleinstparteien nach kurzer Zeit in der Versenkung und die Stimmen stellten sich als verlorene Stimmen heraus.

Daher ist klar, dass es gerade jetzt keine „Aufspaltung“ der Stimmen geben darf, wenn man den Corona-Wahnsinn der Regierung beenden und schärfere Maßnahmen auch nach der Wahl wirkungsvoll verhindern will. Es gilt also die Kräfte zu bündeln. Und auch jetzt hat sich die FPÖ klar positioniert: Impfpflicht und Lockdowns wird es mit ihr nicht geben. Wie wirkungsvoll dieser Widerstand ist, bestimmt der Wähler, indem er die FPÖ stärkt oder schwächt.

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