Im neuseeländischen Christchurch löschte ein verblendeter und offenbar geisteskranker Massenmörder 50 Menschenleben aus. Das Blut der Opfer am Boden der Moscheen, die er sich für seine Wahnsinnstat ausgesucht hatte, kann noch nicht ganz getrocknet gewesen sein, als Medien bereits darüber berichteten, er – der Täter – sei bereits viele Monate zuvor durch mutmaßliche Spenden an Vereine der „rechtsextremen Szene“ in Erscheinung getreten und er soll sogar persönlich in Österreich gewesen sein.

Ein Kommentar von René Rabeder

Unglücklich gewählte Überschrift

Innerhalb weniger Stunden brauten linke Mainstream-Medien einen Sturm zusammen, in der offensichtlichen Absicht, damit sämtliche patriotischen Kräfte von der Bildfläche zu fegen. Der „Wochenblick“ ließ sich in einer Analyse der Ereignisse zu einer sehr unglücklichen Überschrift hinreißen, sprach von einem „Amoklauf gegen das patriotische Lager“. Die Verwendung dieses Wortes in Zusammenhang mit den furchtbaren Ereignissen in Neuseeland wurde prompt – und nicht zu unrecht – von einem „Standard“-Journalist, einem SPÖ-Politiker und einem ORF-Nachrichtensprecher kritisiert.

Was in der Tat zynisch, grausam und sogar geschmacklos wirken musste, sollte aber keine Sekunde lang die Opfer und ihr unerträgliches Schicksal verhöhnen. Wir möchten uns dafür entschuldigen, sollte dieser Eindruck entstanden sein. Die Geschichte ist ein Beispiel dafür, was ein einziges unüberlegtes Wort anrichten kann. Es sollte nicht nur uns als Lehrstück dienen, sprachlich öfters auch mal abzurüsten, anstatt sich am gegenseitigen – und von einer Seite immer wieder bewusst provozierten – Hochschaukeln zu beteiligen.

Abrüsten der Worte ist Gebot der Stunde

Darum muss gelten: Wenn unbescholtene Bürger öffentlich mit Begriffen wie „Nazischwein“ angeworfen werden (wie in einem österreichischen Nachrichtensender geschehen), sollten der Journalist, der Politiker und der TV-Mann sich zukünftig auch mahnend zu Wort melden. Ein generelles Abrüsten der Begriffe ist das Gebot der Stunde. Insofern werden wir natürlich auch den Begriff „großer Austausch“ nach der Bluttat von Christchurch nicht mehr verwenden – ohne es uns aber nehmen zu lassen, auch weiterhin auf die fortschreitende Verdrängung der heimischen Bevölkerung aufmerksam zu machen.

Die Bundesregierung arbeitet hart an der Lösung realer Probleme unserer Zeit. Sie tut das, weil sie von einem großen Teil der Bevölkerung mit ihren Stimmen dazu beauftragt wurde. Stimmen die nicht von irgendwelchen Extremen, sondern aus der Mitte der bürgerlichen Gesellschaft stammen. Einer Gesellschaft, die jetzt nicht in die gelegte Falle der Spalter und Neider geraten sollte.