Linz: Dealerunwesen fordert ersten Toten

Mit den steigenden Temperaturen wird auch die Lage an den Linzer Drogen-Brennpunkten dramatischer. Besonders schockierend: Vergangene Woche wurde auf einer Herrentoilette des Einkaufszentrums Atrium in Linz der Leichnam eines 33-jährigen Trauners entdeckt. Er starb laut Polizeiangaben an einer Überdosis Heroin! 

Auch am Hessenpark, der bereits im vergangenen Jahr als reger Drogenumschlagplatz auffiel („Wochenblick“ berichtete zu den Hintergründen), spitzt sich die Lage wieder zu.

Gift-Nadel bei Kinderspielplatz

„Heute Morgen wurde von einem Passanten wieder eine Spritze im Hessenpark gefunden – im Nahbereich des Kinderspielplatzes. Und gestern Nacht wurde uns von einem Spaziergänger geschrieben, dass er eben beim Queren des Parks zweimal von Dealern angesprochen wurde“, berichtete die „Bürgerinitiative Lebenswerter Hessenplatz und Umgebung“ am Sonntag.

Am Montag wurden Mitglieder Bürgerinitiative erneut Zeugen eines Drogenvorfalls: „Bei unserer Begehung des Hessenparks am Montagnachmittag konnten einige von uns beobachten, wie zwei Jugendliche (ca. 15-jährig) verschüchtert im Park herumschlichen, um sich dann vor unseren Augen Drogen zu kaufen. Was muss noch alles passieren? Wir hoffen so sehr, dass jetzt wirklich Maßnahmen ergriffen werden, die den Hotspot Hessenplatz eindämmen!“ Am Mittwoch wurde erneut eine Rauschgift-Nadel entdeckt:

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Wimmer: Einwanderung verschärfte Problem massiv

Der Linzer Vizebürgermeister und Sicherheitsreferent Detlef Wimmer will nun die Maßnahmen gegen den Linzer Drogen-Horror intensivieren:

„Langfristig ist es wichtig, dieser gefährlichen und schweren Kriminalität den Boden – also die Kunden – zu entziehen. Das geht aber leider nicht von heute auf morgen. Durch mehrere Initiativen wie die Adaption des Früherkennungsprogramms ‚FRED‘, Jugendgesundheitsinfos und die Kooperation mit den Zuständigen des Landes zum Ausbau des Substitutionsversorgung haben wir erste Voraussetzungen für eine bessere Präventionsarbeit schon geschaffen. Zudem werden wir in zwei Wochen einen Lokalaugenschein bei einem erfolgreichen Programm in München durchführen. Unstrittig bleibt aber, dass uns die Bundesregierung und ein Teil der EU-Politik eine giftige Suppe eingebrockt haben, die wir nun entweder auslöffeln oder irgendwie los werden müssen!“

Außerdem führt FPÖ-Wimmer aus: „Nach mehreren Vorfällen und dem jüngsten Todesfall eines Drogensüchtigen brechen immer mehr offizielle Stellen und Medien das Schweigen und schreiben ganz offen, dass der Drogenhandel primär mit bestimmten Zuwanderergruppen zu tun hat.“

Auf Linzer Kinderspielplatz blüht Drogenhandel 6

„Dealer sind Asylwerber“

Auch der Linzer Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter betont: „Die Dealer sind Asylwerber, die Käufer sind fast immer die Unsrigen.“

Er erklärt: „Der Hessenplatz ist in der Hand der Dealer aus Afghanistan. Dort werden, genauso wie in den Unterführungen rund um den Hinsenkampplatz, auch härtere Drogen wie Crystal Meth verkauft. Hier in der Kremplstraße geht es ausschließlich um Cannabis, das von Nordafrikanern verkauft wird. Da gibt es eine gewisse ethnische Aufteilung.“

Umfangreiche Razzia

„Wochenblick“ beobachte bei einem Lokalaugenschein am Krempl-Hochhaus Drogendealer, ein Polizeieinsatz fand statt. Nach intensiver „Wochenblick“-Berichterstattung kam es am 4. Mai zu einer umfangreichen Polizei-Razzia bei verschiedenen Drogen-Umschlagplätzen in Linz. Die Beamten fanden u.a. 430 Euro Drogengeld sowie Suchtgift und führten eine Anzeige nach dem Waffengesetz durch.

Bereits 2016 recherchierte der „Wochenblick“ umfangreich zum Handel mit Suchtgift auf dem Kinderspielplatz am Krempl-Hochhaus.

ÖVP fordert Krisengipfel

Es gab bereits mehrere, jedoch oft erfolglose Polizeieinsätze. Auch die Linzer Politik reagierte. Nun fordert die ÖVP mit Nachdruck einen Gipfel zur eskalierenden Lage in Linz.

„Man muss gemeinsam und überparteilich mit Experten beratschlagen, was man gegen die Drogenproblematik in Linz tun kann“, betont der Linzer ÖVP-Klubobmann Martin Hajart.

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