Mund-Nasen-Schutz (MNS) – ein Begriff, der vor ein paar Monaten noch völlig unbekannt war. Mittlerweile tragen jeder Erwachsene und jedes Kind ab 6 Jahren in Österreich per Gesetz so ein Ding, sonst dürfen nämlich Geschäfte und öffentliche Einrichtungen nicht betreten werden.

Ein Kommentar von Dietmar Karl Heuritsch

Sind OP-Masken überhaupt sinnvoll?

Virologen und Gesundheitsexperten sind aber höchst uneinig, was die Wirksamkeit der im Volksmund einfach Schutzmasken genannten Verhüllungsinstrumente anbelangt. Für die eine Expertengruppe, nämlich die regierungstreue und mainstreamkonforme, sichert die Maske das Überleben der Menschheit, für die andere Seite, die von den Mainstreammedien eher geschnitten wird, aber auf mich persönlich glaubwürdiger wirkt, stellt sie ein völlig unnützes und unwirksames Alibiinstrument dar. Als Nicht-Virenexperten müssen sich die Normalbürger selbst ein Bild machen und sich selbst eine Meinung bilden. In der Praxis macht das aber ohnedies keinen Unterschied, da wir ja von Jung-Kanzler Kurz und seiner Teenie-Regierungstruppe dazu gezwungen werden, Maske zu tragen. Egal ob wir das für sinnvoll halten oder nicht.

Wenn man die Sache kritisch hinterfragt, kommen einem viele Ungereimtheiten unter: Die Maskenpflicht wird per Gesetz vorgegeben, wie die Masken aber konkret beschaffen sein sollen, wird den Bürgern selbst überlassen. Im Alltag bietet sich ein buntes Bild: Ganz selten nur sieht man professionelle FFP3 oder wenigstens FFP2- Masken, die tatsächlich einen Schutz darstellen würden. Weit verbreitet sind natürlich die billigen und von den Supermärkten verteilten Wegwerfmasken, ab und zu sieht man auch wackere Bürger mit Plexiglasschilden vor dem Gesicht. Sehr beliebt sind die selbstfabrizierten Masken Marke Eigenbau. Da kann der regierungstreue Untertan seine Kreativität ausleben und bislang versteckte Seiten seines Ichs zeigen. Beim Einkaufen haben ich tatsächlich in Ehren ergraute Herren im besten Alter beobachtet, die schwarze Masken mit Skelettgesichtern trugen. Was wollen die wohl der Welt mitteilen?

Die Gesellschaft des Maskenballs

Lustig ist auch die Tatsache, dass es der Regierung auch recht ist, wenn die Leute ihr Gesicht mit einem Schal verhüllen. Ob das noch irgendeinen virologischen oder physikalischen Sinn hat, ist stark zu bezweifeln. Hier geht es ums Prinzip – die Unlogik regiert das Land. Originell erscheinen auch die Empfehlungen, wie mit der Maske umgegangen werden soll. Vom Berühren der Maskenaußenseite wird nämlich abgeraten, da sich dort böse Viren ansammelt könnten. Die Masken sollten beim Auf- und Absetzen nur seitlich an den Bändern berührt werden. Dass wir nach dieser Logik auch unsere gesamte Oberbekleidung nur mit größter Vorsicht berühren und nach dem Tragen desinfizieren oder noch besser verbrennen sollten, wird aber nicht geraten. Wieso sollten sich gerade auf der Außenseite der Maske Viren tummeln, nicht aber auf Mänteln, Sakkos oder Kleidern? Oder auf den Maskenbändern? Haben die Masken etwa eine virenanziehende Wirkung? Höchstwahrscheinlich nicht. Und diese Unlogik zieht sich durch viele Gesetze, Regelungen und Aussagen der Regierungsdarsteller.

Offensichtlich hat der größte Bundeskanzler aller Zeiten und seine Chaostruppe erkannt, dass die Maßnahmen völlig überzogen waren und unsere Wirtschaft sinnlos gegen die Wand gefahren wurde. Das kann man natürlich nicht so einfach zugeben, das würde ja Wählerstimmen kosten. Also braucht man eine Exit-Strategie voller Alibi-Aktionen, um das Gesicht zu wahren. Die Maßnahmen werden jetzt viel zu langsam und ohne nachvollziehbare Logik zurückgenommen. Dass man damit die Existenz vieler weiterer Unternehmern aus der Hotellerie, der Veranstaltungsbranche, der Reisebrache etc. ruiniert, kümmert die Regierungsgewaltigen, die ja bekanntlich vom Geld der Steuerzahler gut leben, wenig.

Bevölkerung hat ihr Gesicht verloren

Eine dieser Alibi-Maßnahmen ist die Ausweitung der Maskenpflicht. Auf das menschliche Verhalten hat das Tragen einer Maske, die den Großteil des Gesichts verhüllt, fatale Auswirkungen. Aus der Kommunikationsforschung wissen wir, dass ca. 70% der menschlichen Kommunikation nonverbal, also nichtsprachlich stattfindet. Und die Mimik, der Gesichtsausdruck zählt zu den stärksten nonverbalen Kommunikationsinstrumenten.

Seit es Menschen gibt, werden über die Mimik die unmittelbarsten und elementarsten emotionalen Signale an andere Menschen ausgesandt. Stimmungen, Sympathie oder Antipathie, Aggression, Angriffsbereitschaft oder friedliche Absichten, Begeisterung, Erstaunen, Interesse, Neugierde, Skepsis, Freude – all das wird mittels Gesichtsausdruck in Bruchteilen von Sekunden weitergegeben. Und viele Beziehungen zwischen Mann und Frau haben mit einem Lächeln begonnen.

Dieses existenzielle Wirkmittel wurde uns durch die Maske genommen. Wir haben unser Gesicht verloren, damit Kurz das seine wahren kann.

Der Weg in die Masken-Diktatur

Die Menschen schleichen durch Supermärkte und Einkaufszentren wie gesichtslose, roboterartige Lemuren. Der zwischenmenschliche Kontakt wird auf ein Minimum beschränkt, Höflichkeit und Rücksichtnahme gehen verloren, eine Entmenschlichung hat stattgefunden. Ein kurzer Smalltalk mit der Kassiererin, ein freundliches Wort an einen Passanten gibt es kaum mehr. Warum soll man zu Gesichtslosen freundlich sein? Die Menschen sind in sich gekehrt und schotten sich ab. Manche meiden völlig den Kontakt mit Anderen und springen im Supermarktgang fast panikartig zur Seite, wenn sich ein potentieller Virenüberträger nähert. Es gibt sogar Übereifrige, die allein im Auto sitzend eine Maske tragen. So weit hat es die Regierung gebracht.

Nachdem zuerst durch die ständigen Warnungen und Drohungen, Verwandte zu besuchen („Rette die Oma indem Du sie nicht besuchst“) und durch Ausgangsbeschränkungen, die laut Gesundheitsminister Rudi A. ja gar keine waren, der Zusammenhalt in den Familien erschüttert wurde, sollen durch die kommunikationsfeindlichen Masken auch die letzten zwischenmenschlichen Kontakte unterbunden werden. Der einzelne Mensch wird von seinen sozialen Bindungen gelöst und auf sich selbst zurückgeworfen. Alleine ist er der Regierungspropaganda hilf- und kritiklos ausgeliefert.

Ist das das Ziel von Möchtegern-Diktator Kurz? Seine Beraterin Mei-Pochtler hat es ja schon angekündigt: „Die Menschen werden sich freiwillig der totalen Kontrolle unterwerfen“. Dazu braucht man vereinzelte und verängstigte Menschen, die aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen und mit ihren Ängsten alleingelassen wurden.

Positiv finden das wohl nur einzelne Soziopathen, die sich zusätzlich zur Maske auch noch mit Kapuze und Kopfhörern tarnen, um so gänzlich von der Außenwelt abgeschottet zu sein. Schaut so das neue Menschenbild aus, das die ehemals christlich-soziale Partei formen will?

Und letztendlich die sich vergrößernde Gruppe der radikalen Moslems wird diese Entwicklung gut heißen. Mit Burka und Niqab liegt man ja voll im Trend. Neben den Frauen sind jetzt auch die Männer vollverschleiert und die Gefahr, dass ein Mann einer fremden Frau die Hand geben könnte, nähert sich dank Corona-Wahn gegen Null. Goldene Zeiten für Islamisten.

Wollen wir das? Ich sage nein, lassen wir uns von dieser Regierung nicht länger gängeln. Herr Kurz – wir wollen unser Gesicht zurück.

Über den Autor

Dietmar Karl Heuritsch, Jahrgang 1966, Familienvater, ist seit 1991 als Marketingunternehmer und Kommunikationstrainer tätig. Auch als Marktforscher und Politikberater hat er sich in Österreich und Deutschland einen Namen gemacht.