Um bei der Fokussierung auf die starken Marken im OÖ Tourisverband nicht ganz unterzugehen, wollen die Gemeinden Ansfelden, Perg, Enns und Mauthausen nun in einem eigenen „Zusammenschluss“ den Fremdenverkehr in ihren Orten forcieren.

Das schmeckt Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) überhaupt nicht, weil es seiner Ansicht nach gerade starke Marken brauche, um Gäste, vor allem aus dem Ausland, anzusprechen. Daher ist er gerade dabei, unter den bislang 100 Tourismusverbänden des Landes aufzuräumen und diese auf 20 zu reduzieren.

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Finanziell auf der Tasche liegen wird ihm der neue und aus freien Stücken gegründete touristische Zusammenschluss mit der Bezeichnung „Zentralraum OÖ“ aber nicht. „Mit unseren Betrieben übernehmen wir die wirtschaftliche Verantwortung für diese Kooperation“, erläutert der Ansfeldner Tourismus-Chef Thomas Stockinger.

Als Zielgruppen haben vier gemeinsam marschierenden Orte vor allem die Geschäftsreisenden, die Kulturtouristen, die Nahausflügler und die Genussspechte im Auge. Die können in allen vier Gemeinden ganzjährig bedient werden und sorgen auch
in Perg, Mauthausen, Ansfelden und Enns für gute Nächtigungszahlen.

Nicht nur für den Ennser Tourismusverbandsvorsitzenden Wolfgang Brunner ist dieser neue Zusammenschluss sinnvoll, weil man so neue und lukrative Zielgruppen für ganz Oberösterreich anzusprechen vermöge, wie er betont. „Aus betrieblicher Sicht ist unsere Lösung die derzeit beste Variante“, lobt auch der Perger Tourismusverbandsvorsitzende Klaus Manner. Auch mit dem Mauthausener Tourismuschef Gottfried Kraft scheint er sich darin einig zu sein, dass „Tourismus ein schnelllebiges Geschäft ist, bei dem niemand auf einen wartet.Motto: Einer für alle, alle für einen!“