Rund 70.000 Migranten sollen sich derzeit auf dem Balkan befinden, 60.000 davon in Griechenland. Das Ziel der sogenannten Flüchtlinge, die nun im Norden Griechenlands die Polizei attackierten, ist dabei klar.

Ein Kommentar von Johannes Schüller

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„Germany! Germany! “, sollen einige der jungen Männer skandiert haben. Sollte die chronisch überforderte griechische Regierung die Grenze nach Nordmazedonien öffnen, droht ein an 2015 erinnerndes Szenario.

Denn ob die besonders gefährdeten Staaten der EU-Außengrenze – darunter insbesondere Kroatien – einem weiteren Grenzansturm standhalten, ist keineswegs sicher. Bereits jetzt sind die provisorischen Aufnahmelager in Bihac und Velika Kladusa entlang der bosnisch-kroatischen EU-Außengrenze hoffnungslos überfüllt.

Die kroatische Polizei „darf“ angesichts eines chronisch versagenden EU-Grenzschutzes in Griechenland die Drecksarbeit übernehmen, die Grenze vor militant aggressiven Männern zu schützen.

Zu dieser nicht ungefährlichen – und für Migranten wie Einheimische belastenden – Lage schweigen freilich jene Polit-Trommler, die sonst in Österreich jedes Facebook-Posting zu einem Skandal aufblasen.

Es ist vor allem der EU-weiten Arbeit von Kickl zu verdanken, dass eine weitere Eskalation des sich aufstauenden Asyl-Ansturms verhindert wurde. Die Ignoranz von linker Seite zeigt indes, dass man auf die Asyl-Krise noch immer so wenige Antworten wie einst 2015 weiß.