Mit Zahlen ist es manchmal eine Crux. Vor allem derzeit, wo sich wieder alles um Zahlen und um die Belegungen der Spitäler und der Intensivbetten dreht. Und wieder muss die Erzählung von übervollen Intensivstationen für weitreichende Maßnahmen herhalten. 

Ein Kommentar von Matthias Hellner

Denn schuld ist schließlich für die Politik der Bürger, eigene Versäumnisse wie das Kaputtsparen des Gesundheitsbereichs bleiben außen vor. Besonders dreist ist jedoch, dass der Öffentlichkeit nach wie vor Zahlen vorenthalten werden. Denn eine „Pandemie der Ungeimpften“ gibt es nicht in der Form, wie die Regierung es versucht, den Bürgern weiszumachen, die Entwicklung zeigt vielmehr in eine andere Richtung.

Keine Pandemie der Ungeimpften

Wie aus internen Dokumenten aus OÖ hervorging, waren Ende August von 24 Intensivpatienten 4 geimpft, also rund 17 %. Mitte Oktober 3 von 31, also 10 % und am 2. November 19 von 59, also 32 %. Auf Normalstationen waren es am 15. Oktober 34 Geimpfte unter 112 Covid-Patienten (30 %). Bis 2. November stieg die Zahl bereits auf 40 %, von 34 auf 142 an. Und die Zahlen dürften noch weiter steigen.

Endlich Zahlen offen legen

Wenn dann auf Ö1 eine Krankenschwester aus ihrem Berufsalltag als Stationsleiterin auf einer Covid-Intensivstation im Kepler-Klinikum berichtet – und die Arbeit ist sicher nicht einfach – man hätte derzeit ausschließlich Ungeimpfte auf der Station, mutet dies etwas seltsam an. Außer vielleicht, man zählt als Geimpfte nurmehr die, die bereits den „Dritten Stich“ bekommen haben. Mit Zahlen ist es halt eine Crux…

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