Die extrem linke Hip-Hop-Band „Antilopen Gang“, die in ihren Texten schon mal eine „Atombombe auf Deutschland“ werfen will („Wochenblick“ berichtete), darf auf den diesjährigen Linzer „Bubbledays“ auftreten. Eine Anfrage des Gemeinderats Peter Stumptner zu einem eventuellen Auftrittsverbot wurde vom Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) abschlägig beantwortet.

Bereits im Vorfeld hatten Facebook-Nutzer ihr Unverständnis über den Auftritt der Hass-Hip-Hopper geäußert.

Bandmitglied: Bin linksradikal

Auch der Umstand, dass sich ein Bandmitglied offen als „linksradikal bezeichnet, sorgt für reichlich Unmut. In ihren Texten hat die Band Passagen – über die Deutschen – wie „Ihr seid 80 Millionen, die man abschlachten muss.“

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Die Bandmitglieder hatten zuerst spöttisch auf Kritik an ihrem Auftritt reagiert, schimpften über das „hässliche Österreich“. Doch die Förderung der Stadt Linz für die „Bubbledays“ – und damit auch den Antilopen-Gang-Auftritt – nehmen sie offenbar gerne in Anspruch.

Facebook-Nutzer waren über den „Hässliches Österreich“-Sager empört:

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Bubbleday-Besucher sagen ab

Einige Nutzer erklärten sogar, nicht mehr an den „Bubbledays“ teilnehmen zu wollen!

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Bürgermeister Luger indes bekennt sich offen zu der umstrittenen Hip-Hopp-Band:

Für Aufsehen sorgte Luger, als er in einer Gemeinderatssitzung Mitte Mai das Lied „Pizza“ der Antilopen abspielen ließ:

Luger nennt Band „HipHop-Großmeister“

Luger wollte damit offenbar belegen, dass die hasserfüllten, gegen das deutsche Volk gerichteten Texte der Band nur „sarkastisch“ gemeint seien. Er betonte, dass die „FPÖ nicht alles als extremistisch bezeichnen soll, was ihnen nicht in den Kram passt“.

In einer Aussendung bezeichnet Luger die Antilopen Gang sogar als „HipHop-Großmeister“, rechnet mit einem „würde- wie stimmungsvollen Ausklang“ durch die „Antilopen“. Es handle sich um ein familienfreundliches Festival.

Stumptner: „Rote Linie überschritten“

Der FP-Gemeinderat Stumptner widerspricht jetzt. „Die ‚Antilopen Gang‘ ist bekannt dafür, extremistische und gewaltverherrlichende Inhalte zu verbreiten“, betont er. „Ein Auftritt einer solchen Band kann nicht als familienfreundlich bezeichnet werden. Im Gegenteil, es gilt unsere Kinder vor solchen Inhalten zu schützen! Das Abspielen eines Liedes dieser Band im Sitzungssaal sollte vermutlich die Gruppe als harmlos darstellen, diese Aktion war jedoch dem Hause mehr als unwürdig“, betont der Gemeinderat.

Stumptner unterstreicht: „Die radikalen Liedtexte mit dem Argument der künstlerischen Freiheit zu bewerten und diese somit salonfähig zu machen, sollte eigentlich eine Grundsatzdiskussion über Kunst und Kultur auslösen. Wieviel darf sich Kunst eigentlich erlauben? Hier wurde eine rote Linie überschritten.“ In der Friedensstadt Linz sei der Auftritt der Deutschland-Hasser mehr als unangebracht.

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