Einkommensverteilung als Trumpf für Europa
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In meinem heutigen „Durchblick“ zeige ich Ihnen auf, warum ich für die Zukunft Europas und Österreichs im Speziellen aller Probleme zum Trotz optimistisch gestimmt bin. Die USA und manche asiatischen Staaten haben eine dynamischere Wirtschaft und höhere Wachstumsraten als wir.

Ein Kommentar von Dr. Herbert Samhaber

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Doch von diesem Wachstum profitiert häufig nur ein sehr geringer Teil der Bevölkerung. Zudem wächst das Gefälle zwischen den armen und reichen Bevölkerungsschichten.

„Die Übriggebliebenen“ setzen sich zur Wehr

Das führt dazu, dass sich Teile der Bevölkerung weniger leisten können und sich ungerecht behandelt fühlen. Donald Trump hat seine Wahl mit Sicherheit auch diesem Umstand zu verdanken. „Die Übriggebliebenen“ setzen sich zur Wehr.
Österreich ist in Bezug auf die Gleichheit der Einkommensverteilung unter den Topnationen der Welt – gemessen am ­„Gini-Koeffizienten“ – und Europa ist der fairste Kontinent.

Es gibt jedoch auch versteckte Ungleichheiten durch sogenannte prekäre Arbeitsverhältnisse. Zudem macht die Tendenz zur Teilzeitarbeit Vergleiche und die Messbarkeit schwieriger. Dennoch sind wir hier in einer Vorreiterrolle, die es zu erhalten gilt.

Wirtschaft profitiert von gerechter Einkommensverteilung

Eine erhöhte Gleichheit bei der Einkommensverteilung ist nicht nur sozial gerecht, sondern trägt auch zur Förderung der Wirtschaft bei. Mehr Menschen können sich mehr leisten und kreieren damit mehr Arbeitsplätze. Dass man bei einem niedrigen und mittleren Einkommen einen höheren Teil seines Einkommens für den Konsum und Notwendigkeiten des täglichen Lebens verwendet als bei höherem Einkommen ist für mich logisch.

Eine längere Arbeitszeit, höhere persönliche Verantwortung und ein anspruchsvollerer Job sollten auch mit einem höherem Gehalt abgegolten werden, sonst ist der Anreiz zu gering, sich eine Qualifikation anzueignen, mehr zu arbeiten und eine Position mit Verantwortung zu übernehmen.

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Perverse Ungleichheiten in Einkommenspyramide

Es gilt hier eine Balance zu finden in der auch geringer Qualifizierte ein adäquates Einkommen erhalten. Ist es gerechtfertigt, dass ein Manager eines multinationalen Konzerns das 100-fache eines Fließbandarbeiters verdient? Ist es gerechtfertigt, dass man pragmatisiert ist, mehr verdient und eine höhere Pension erhält, als jemand der täglich um seinen Job kämpfen muss?

Ist es gerechtfertigt, dass man für einen 40-Stundenjob weniger verdient als man in der Grundversorgung erhalten würde?
Bei diesen Fragen hat Österreich aus meiner Sicht Aufholbedarf. Man sollte sich nicht darauf ausruhen, dass wir im Vergleich zu manch anderen Staaten eine vermeintlich gerechtere Einkommensverteilung vorweisen können.

Einkommensverteilung als Vorteil für Europa

Die Einkommensverteilung kann zu einem unschätzbaren Vorteil im Vergleich zu Staaten werden, wo die wachsende Ungleichheit langfristig die Stabilität gefährden könnte. Im Internet findet man unter dem Stichwort „Einkommenspyramide“ interessante Vergleichsrechner. D.h. man sieht einereits wie viele Personen ein ähnliches Einkommen haben und auch wie sich höhere und niedrigere Einkommen verteilen.

Auf diesen Netzseiten können Sie auch einen Vergleich des eigenen Einkommens in Österreich mit anderen EU-Staaten durchführen – die Qualität der Vergleichsdaten ist jedoch von Land zu Land unterschiedlich. Lediglich Österreich und Deutschland liefern gute statistische Grundlagen ab.

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