Als würde die wahnsinnige Zeit der Corona-Hysterie Schulkindern, Eltern aber auch Lehrern nicht schon genug abverlangen! Nun beschließt die Regierung also quasi über Nacht, die Schulferien zu verlegen. Eltern laufen dagegen Sturm, sind aber wie so oft völlig machtlos. Doch auch Mitbürger ohne eigene Kinder können den Ärger gut nachvollziehen. Da hat man sich Urlaub genommen, um mit seinen Kindern Zeit zu verbringen – und dann das. Diesem Kanzler und seinen Helfershelfern in Bund und Ländern ist nichts heilig.

Ein Kommentar von Willi Huber

In Oberösterreich und der Steiermark wurden die Semesterferien eine Woche nach vorne verlegt. Als diese Nachricht – natürlich wie immer aus den Massenmedien verkündet wurde – liefen beim Linzer Vizebürgermeister Markus Hein die Telefone heiß. „Es haben mich mittlerweile zahlreiche Eltern kontaktiert, die zurecht über den unvorhersehbaren Regierungskurs verärgert sind.“, erklärte der zweifache Vater dem Wochenblick. „Mit der spontanen Vorverlegung der Semesterferien in Oberösterreich ist das nächste Chaos vorprogrammiert. Arbeitnehmer, Unternehmer, Eltern und Schüler haben sich lange auf die Semesterferien eingestellt. Die bereits fixierten Urlaube und die organisierte Betreuung für die Ferienzeit werden jetzt von der schwarz-grünen Regierung mit einem Schlag über den Haufen geworfen“.

Stress statt Urlaubsentspannung

Auch den Wochenblick erreichten zahlreiche Zuschriften erboster Eltern. Wer nicht das besondere Glück hat, in einem Betrieb zu  arbeiten, der groß genug, ist um Urlaube halbwegs flexibel zu verschieben, steht nun nicht vor einer Woche mit Wanderungen, Spiel oder gar Schneespaß mit seinen Kindern. Im Gegenteil, die Kinder müssen letztendlich noch während der Schulferien in Betreuungseinrichtungen abgeschoben werden. All das in einer Zeit, die psychologisch für alle Beteiligten sehr herausfordernd ist. In vielen Familien liegen die Nerven blank, gemeinsame Urlaubstage hätten vielerorts dazu beitragen können, wieder mehr Harmonie herzustellen.

Lehrer schildern Wochenblick ihr Leid

Auch einige Lehrer meldeten sich bei der Redaktion, was uns besonders freut, da uns dieser Berufsstand in der Vergangenheit leider etwas misstrauisch gegenüberstand. Doch gemeinsame Probleme rücken zusammen, was möglicherweise schon immer zusammengehört hat und für das Gute, Wahre und Schöne eintritt. Ein Pädagoge aus Linz berichtet uns wütend, dass er es satt habe, von neuen Ideen der Regierung immer zuerst aus dem Radio oder Fernsehen zu erfahren. Erst mehrere Tage später würden dann die entsprechenden Informationen und Vorgaben seitens der zuständigen Behörden eintreffen. Man fühle sich wie ein Spielball – die Wissensvermittlung komme dabei genauso zu kurz wie die Möglichkeit, den Kindern noch so etwas wie Freude am Lernen zu vermitteln. Es artet für alle Beteiligten nur noch zur Qual aus.

Weitere Lockdown-Pläne endlich offenlegen

Vizebürgermeister Hein erklärte uns noch weitere, schockierende Aspekte. „Auf solche Überraschungen können die Meisten getrost verzichten. Ebenfalls für Unmut sorgt in diesem Zusammenhang die ÖVP-nahe Lehrervertretung, die eine weitere Betreuung in Schulen auf Kinder von ‚systemrelevanten Eltern‘ einschränken möchte. Es ist im negativen Sinne beispiellos, wie hier mit den österreichischen Familien umgegangen wird. Die Regierung soll endlich die Karten auf den Tisch legen und eine mittelfristige Perspektive aufzeigen. Es kann nicht sein, dass wir uns von Woche auf Woche immer wieder mit neuen und immer abstruseren Lockdown-Maßnahmen auseinandersetzen müssen, die mehr dazu geeignet sind, uns das Leben schwer zu machen, als COVID19 effektiv zu bekämpfen“, fordert Hein die Bundesregierung auf, ihre weiteren Pläne für die kommenden Monate endlich offenzulegen. Dem können wir uns im Sinne unserer Leser nur anschließen.