Donnerstag Mittag ließ die britische Daily Mail eine weitere Bombe platzen. Ein 50-jähriger Corona-Patient namens Daren B. aus East Sussex könnte der britische „Patient Null“ gewesen sein. Er und seine Familie sollen sich bereits Mitte Jänner in Ischgl mit dem Virus angesteckt haben.

Vorweg, die britische Zeitung relativierte die Vorwürfe dahingehend, dass der Corona-Verdacht bei der Familie B. noch nicht medizinisch bestätigt wurde. Dies würde aktuell abgeklärt. Offenbar sehen die Journalisten aber genügend Anhaltspunkte, um schwere Vorwürfe gegen Österreich zu erheben. 

Symptome weisen auf Covid-19 hin

Daren B. machte vom 15. bis 19. Jänner Schiurlaub in Tirol und feierte mit Freunden aus Dänemark ausgelassen im Lokal „Kitzloch“ in Ischgl. Kurz danach erkrankte B. und schilderte die typischen Corona-Symptome. Er wäre 10 Tage lang schwer krank gewesen. Er konnte nicht aufstehen und nur sehr schwer atmen. Die Krankheit wäre rasch auf seine ganze Familie übergesprungen. Seine jüngste Tochter konnte in Folge mehrere Wochen lang die Schule nicht besuchen. Etwas später wären auch viele Menschen in der Nachbarschaft erkrankt.

Auch Dänen erkrankt

Auch die Bekannten des Mannes wären von Ischgl aus krank nach Dänemark zurückgereist. B. schilderte der Zeitung die gute Stimmung in dem gut besuchten Lokal in Ischgl. Menschen hätten ausgelassen gefeiert und Körper an Körper auf den Tischen getanzt. Alle waren verschwitzt und konsumierten reichlich Alkohol. Der Artikel erwähnt mehrfach, dass Ischgl inzwischen als Brutstätte des Coronavirus in Europa gilt. Ebenso werden die mutmaßlichen Vertuschungsversuche der Behörden thematisiert.

Man darf gespannt sein, ob die Verdachtslage auch in diesem Fall ausreicht, um in allen wichtigen Leitmedien Österreichs zitiert zu werden. Für die gewagt Selbstdiagnose von Fräulein Greta Thunberg fand sich diesbezüglich jedenfalls viel Platz.