Enthüllungsjournalist Udo Ulfkotte ist tot
Foto Vortrag von Ulfkotte in LInz: cityfoto.at / Bildkomposition Wochenblick

Der renommierte Bestseller-Autor und Journalist Udo Ulfkotte ist am 13. Januar, wenige Tage vor seinem 57. Geburtstag, einem Herzversagen erlegen. Noch im Oktober hatte Ulfkotte auf Einladung von „Wochenblick“ in Linz gesprochen.

Ein Nachruf von Johannes Schüller

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Die Nachricht ist erschütternd: Udo Ulfkotte gehörte zu den ganz großen, nonkonformen Journalistenkollegen in Deutschland. Er hatte zahlreiche Bestseller verfasst. Sein 2014 erschienenes Buch „Gekaufte Journalisten“ war über ein Jahr auf der „Spiegel“-Bestsellerliste und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Unbestechlich

Ein unverwechselbares Markenzeichen prägte Ulfkottes Werk: Beharrlich weigerte er sich, auch bei hochbrisanten Themen ein Blatt vor den Mund zu nehmen – selbst wenn erhebliche Repressalien für ihn selbst die Folgen waren. U.a. als Reporter für etablierte Medien hatte er über 60 Länder bereist, arbeitete auch für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. In seinen letzten Jahren publizierte er im großen „Kopp-Verlag“.

Seien es die zunehmende Islamisierung Europas, das Scheitern von Multi-Kulti, die Korrumpierbarkeit der Eliten oder die rasant zunehmenden Vergewaltigungen sowie Sex-Attacken durch Asylwerber seit 2015: Ulfkotte packte jedes heiße Eisen an. Seine Leidenschaft war ansteckend: Wenige Stunden vor Ulfkottes „Wochenblick“-Vortrag in Linz hatte ich selbst noch die Gelegenheit, mich ausführlich mit ihm zu unterhalten.

„Ich lasse mir den Mund nicht verbieten“

Kurz vor Weihnachten telefonierten wir, Ulfkotte schien elektrisiert. Er berichtete mir, aufgrund seiner Berichterstattung über Vergewaltigungen durch Asylanten sei er zunehmend staatlichen Repressalien ausgesetzt. Auf Facebook berichtete Ulfkotte mehrfach täglich über die fatalen Folgen der Merkelschen Asyl-Politik, listete akribisch Polizeimeldungen und Medienberichte auf.

„Ich lasse mir den Mund natürlich nicht verbieten“, betonte er in unserem Telefonat. Und er wollte gleich nachlegen: Um die haltlosen Behauptungen, es gebe keinen Zusammenhang zwischen der aktuellen Asylpolitik und den steigenden Sex-Attacken, zu widerlegen, arbeitete Ulfkotte an einem neuen Buch. In diesem wollte er, Fall für Fall, Vergewaltigungen und Sex-Überfälle durch Asylwerber auflisten.

Sein letztes „heißes Eisen“ konnte Ulfkotte leider nicht mehr schmieden. Mit ihm ist einer der ganz großen deutschen Journalisten von uns gegangen. Er hinterlässt eine sehr schmerzhafte Lücke.

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