Im Zuge einer Pressekonferenz zitierte FPÖ-Parteiobmann Herbert Kickl zum Thema Intensivstationen aus einem Wochenblick-Interview den Experten der neuen Kleinpartei MFG Dr. Gerhard Pöttler. Dieser reagierte auf diese große Bühne, die ihm von Kickl geboten wurde, allerdings verstimmt. Er distanzierte sich von Kickl und der FPÖ. Das sorgte für Ärger und Enttäuschung bei den MFG-Fans.

  • FPÖ-Chef Kickl zitiert MFG-Gesundheitsexperten Pöttler bei Pressekonferenz
  • Pöttler distanziert sich in Video in sozialen Medien von Kickl und der FPÖ
  • MFG-Unterstützer: „Ein Stich in mein Herz“
  • Enttäuschung und Empörung bei den MFG-Fans

Kickl gab in Oberösterreich eine eindeutige Wahlempfehlung für Manfred Haimbuchner. Er riet davon ab, bei der Schicksalswahl in Oberösterreich, Splitterparteien wie etwa die MFG zu wählen. Schade darum: Stimmen für Kleinparteien würden nämlich „verpuffen“, war Kickls Begründung. In einem Video auf Telegram distanzierte sich Pöttler nun deswegen von Kickl und der FPÖ.

Das kam bei den Unterstützern der neuen Kleinpartei MFG (Menschen, Freiheit, Grundrechte) nicht gut an. Aber der Reihe nach: FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl zitierte aus einem Interview, welches Pöttler dem Wochenblick gegeben hatte. Dieser hatte gegenüber dem Wochenblick erklärt, dass er von einigen Spitälern wisse, dass auf den Intensivstationen hauptsächlich Geimpfte behandelt würden. Darüber aber Stillschweigen herrschen würde.

+++ Hier können Sie das Wochenblick-Interview „Gesundheits-Ökonom: Auf Intensivstationen liegen größtenteils Geimpfte!“ nachlesen. +++

Stimmen für Kleinparteien „verpuffen“!

Stein des Anstoßes für Pöttler war allerdings die Aussage Kickls hinsichtlich der anstehenden Landtagswahl am 26. September, dass Stimmen für Kleinparteien kaum Wirkung erzielen würden; diese würden „verpuffen“, erklärte der FPÖ-Chef. Pöttler distanzierte sich deswegen nun in einem Video auf Telegram von Kickl und der FPÖ. Das wiederum verursachte gerade bei den Sympathisanten der MFG Ablehnung und Verwunderung.

MFG-Unterstützer: Ein Stich in mein Herz

Auf Telegram reagierten diese irritiert bis verärgert über die Reaktion des MFG-Mannes. So wunderte sich offenbar ein Nutzer – er stellte seinem Posting einige Fragezeichen voran – über das plötzliche Losgehen Pöttlers auf die FPÖ. „Miteinander Gerhard…..ned gegeneinander“, lautete der Aufruf.

 

In diese Kerbe schlug auch ein weiterer MFG-Unterstützer, der laut Angaben auf Telegram sogar Wahlzeuge für die MFG in Windisch-Garsten ist. Er meinte: Lieber Gerhard, da meine ich, du hast gegenüber H. Kickl überreagiert. (…) Für mich ist es ein Stich in mein Herz, wenn ich bemerken muss, dass diejenigen, die so viel „checken“, zum jetzigen Zeitpunkt noch Energie für ein Gegeneinander aufwenden.

 

MFG hat sich „souveränes Auftreten zunichte gemacht“

Ein weiterer Telegram-Nutzer resümierte: „Liebe MFG, auf welch dünnes Eis habt ihr Euch da begeben? Bis jetzt hat Euch Euer Auftreten gegenüber allen anderen Parteien ausgezeichnet. (…) Mit diesem Video und den darin getätigten Aussagen wurde Euer souveränes Auftreten zunichte gemacht. (…) Schade eigentlich.“

 

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