Bei der Protestkundgebung der Krankenschwestern und -pfleger am 16.11.2021 direkt beim Klinikum in Wels wurde eines deutlich: die rote Linie ist überschritten. Mit der von der Regierung angekündigten Zwangsimpfung des Pflegepersonals ist die Regierung aus Sicht vieler Menschen zu weit gegangen.

Von A.D.

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  • Protestkundgebung vor dem Klinikum Wels
  • Bis zu 800 Mitarbeiter aus Pflegeberufen, körpernahen Berufen, aber auch Pädagogen
  • Frustration in den Gesprächen deutlich hörbar
  • Gespräche mit Demo-Besuchern werden hier wiedergegeben

Protestkundgebung war Riesenerfolg

Zwischen 500 und 800 – genau Zahlen sind leider nicht zu bekommen, die Schätzungen variieren – Mitarbeiter  aus Pflegeberufen, körpernahen Dienstleistungen aber auch Pädagogen sowie einige Unterstützer nahmen an der Demonstration statt. Für eine sehr kurzfristig anberaumte Veranstaltung, noch dazu um 14 Uhr nachmittags, eine Zeit, wo viele arbeiten müssen, war das ein Riesenerfolg.

Dem Aufruf, an der Protestkundgebung nur mit Masken teilzunehmen, folgten nahezu alle. Das Pflege-Personal ist sich der möglichen Gefahren einer Infektion aus dem eigenen Arbeitsalltag heraus sehr wohl bewusst, nur Menschen mit Masken-Attest sah man „oben ohne“.

Aktion der Betroffenen

Die selbstgebastelten Plakate der meisten Kundgebungsteilnehmer machten deutlich, dass es sich hier wirklich um eine Aktion der Betroffenen handelte. In Arbeitskleidung erschienen allerdings nicht so viele wie erwartet, da seitens verschiedener Kliniken entsprechende Verbote ausgesprochen worden waren.

Gefeuert ohne Impfung

Die Frustration der Menschen, die ihren Beruf voller Inbrunst ausüben, wurde in zahlreichen Gesprächen überdeutlich. Gerade die Berufsgruppe, die sich im Frühjahr 2020 einem damals noch absolut nicht einzuschätzenden Risiko ausgesetzt und die Patienten auf den Covid-Stationen und in den Intensivstationen betreut hat, soll jetzt gefeuert werden, wenn sie nicht bereit ist, sich auf das Risiko einer Impfung einzulassen.

Genügend Gründe für die Demo-Teilnahme

Es waren einige gute Redner am Start – Bekannte wie Dr. Konstantina Rösch und zahlreiche Unbekannte, die wohl das erste Mal in ihrem Leben auf einer Demonstration gesprochen haben. Von diesen Reden wird es zahlreiche Aufnahmen geben, da diverse Medien mit Kamera und Mikrofon vor Ort waren. Im Folgenden kommen einige der völlig unbekannten Besucher der Veranstaltung zu Wort, die ihre Gründe für die Teilnahme an der Demonstration in mein Aufnahmegerät gesprochen haben.

„Ich arbeite seit 2006 im Krankenhaus und bin hier, weil ich für meine Rechte kämpfe. Ich möchte mir nicht vom Staat Österreich vorschreiben lassen, was ich mit meinem Körper zu tun und zu lassen habe. Das möchte ich selbst entscheiden. Ich befolge alle Maßnahmen, befolge noch weitaus mehr Maßnahmen, die ich bei einer  Pandemie-Bekämpfung  für sinnvoll erachte. Ich lasse mir aber sicher nicht sagen, dass ich mir eine Impfung als Pflicht in meinen Körper injizieren lassen muss, obwohl es ‚zig Alternativen in der Behandlung von Corona gibt.“

„Ich bin auf der Demo, weil es nicht nachgewiesen ist, dass die Impfung wirklich so gut hilft. Ich möchte einen Totimpfstoff verimpft bekommen und will nicht Teil eines mRNA-Experimentes sein. Wenn der Staat nicht einlenkt und nicht andere Methoden zur Hilfe gegen das Virus einsetzt, dann muss ich leider überlegen, den Beruf bleiben zu lassen. Und das nachdem ich 17 Jahre in der Pflege tätig bin.“

„Als mobile Friseurin bin ich hier, weil ich nicht geimpft werden will und bereits natürliche Antikörper habe. Ich gehe davon aus, dass, wenn sie die Schwestern impfen, wir die nächsten als körpernahe Dienstleister sind.“

„Als Mitarbeiter vom Roten Kreuz – ca. zwei Jahre bin ich da jetzt aktiv – geht es mich an, was die Scheiß-Regierung aufführt. Zwangsimpfen werde ich mich sicher nicht lassen.“

„Ich bin seit 1990 Krankenschwester und bin definitiv gegen eine Impfpflicht. Eher würde ich meinen Beruf aufgeben, bevor ich mich impfen lasse, was leider dazu führt, dass der Pflegekräftemangel noch mehr zunehmen würde.“

„Ich war Krankenschwester, bin jetzt in Pension sind und werde damit der Impfpflicht nicht unterliegen. Aber ich unterstützte meine Töchter. Sie sind beide Krankenschwestern und ich stehe auch für die Zukunft meiner Enkelkinder. Eine Tochter würde eher ihren Job aufgeben, bevor sie sich impfen lässt. Die andere ist beim Roten Kreuz und ist leider schon geimpft. Sie lässt mich derzeit auch nicht mehr ins Haus, weil ich ungeimpft eine Gefahr bin, leider. Die Spaltung geht nicht nur durch die Gesellschaft, sondern auch durch die Familien.“

„Ich bin gegen die Impfpflicht. Ich habe mittlerweile zwei Enkel, die ja auch schon im Visier der Impffans stehen. Als Mitarbeiterin auf der Corona-Station kann man mich sicher nicht als einen typischen „Corona-Leugner“ bezeichnen. Sicher nicht. Ich stelle mich aber nicht nur gegen die Impfpflicht. Mein Protest richtet sich auch gegen dieses Auseinandersprengen der Gesellschaft und diesen sich abzeichnenden Faschismus, der sich jetzt einschleicht, was leider auch schon bis ins Krankenhaus zu spüren ist.“

„Ich bin jetzt 25 Jahre alt und möchte als angehende Krankenschwester gerne meinen Beruf ausüben, dafür aber nicht impfen müssen. Ich will mich nicht zwingen lassen. Es muss jedem freistehen, ob er sich impfen lässt oder nicht.“

„Ich arbeite auf eine Intensivstation und habe Corona-Patienten betreut. Es gibt so viele Gründe, dass ich gegen den Impfzwang bin, da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll, das ist einfach zu viel.“

„Ich will mich auf keinen Fall impfen lassen und möchte aber in der Pflege bleiben. Seit 1990 arbeite ich gerne in diesem Beruf. Ich bin gegen die Impfpflicht und für meine Freiheit. Ich habe das Gefühl, dass momentan auch die Freiheit verloren geht. Es gab ein Schreiben meines Hauses, dass wir erstens nicht in Dienstkleidung erscheinen dürfen, und zweitens, dass dies nicht unbedingt erwünscht ist. Die Verantwortlichen wollen die Impfung und nicht, dass wir jetzt hier stehen und sagen ’nicht impfen‘. Ich werde aber eher meinen Beruf aufgeben, als mich impfen zu lassen. Für mich kommt die Impfung auf gar keinen Fall in Frage.“

„Ich arbeite im Sozialdienst, war als Krankenschwester seit 40 Jahren im Krankenhaus und bin keine Gegnerin einer Impfung. Aber was die mir aufdrängen wollen ohne Belege, dass es wirklich was bringt, dass es auch langfristig wirkt. Da bin ich nicht dafür.“

„Warum wir da sind? Ganz einfach, wir sind hier, weil auch wir irgendwann zum Impfen gezwungen werden sollen. Ich bin im Kindergarten tätig. Jeder, der es will, soll es tun. Aber bitte keine Impfpflicht für das Gesundheitsgewerbe. Früher oder später trifft es dann auch uns.“

„Ich arbeite über ein Jahr beim Roten Kreuz und bin gegen eine Impfpflicht. Ich bin dafür, dass jeder freiwillig entscheiden soll, ich impfe oder nicht. Wenn ich gezwungen werde, muss ich beim Roten Kreuz leider aufhören.“

„Wir sind hier, um zu unterstützen, auch wenn wir nicht aus dem medizinischen Bereich kommen. Wir sind Pensionisten und sind gesund. Wir halten Abstand, umarmen uns nicht gegenseitig, sind vorsichtig. Seit ich in Pension bin, bewältige ich jeden Monat zu Fuß oder mit dem Rad 600 Kilometer. Ich bin gesund und werde mir den Rest meiner Gesundheit nicht nehmen lassen. Da ich Sie nicht näher kenne und die Reporter heutzutage nicht unbedingt nur positiv berichten, bitte ich Sie darum, meine Aussage nicht zu verfälschen.“

„Ich bin für meine Kinder, meine Freiheit, meine Grundrechte hier. Ich habe bereits zwei Arbeitsstellen verloren, die eine wegen der Masken, die andere wegen 2G. Jetzt gehe ich für Frieden und Freiheit auf die Straße.“

„Ich bin mit meinen drei Kindern hier, da ich Impfzwang ablehne. Die Off-Label Impfungen an Kindern sind mir völlig unbegreiflich. Die sind noch viel zu jung.“

„Ich lasse mich nicht impfen. Das ist doch keine Impfung, ich lasse mich nicht spiken oder wie nennt man das? Für mich ist das Gift und ich will kein Gift in meinem Körper. Für mich ist die Impfung deutlich gefährlicher als die Krankheit.“

„Ich bin hier für Freiheit, dass wir einfach unsere Entscheidungsfreiheit behalten. Ich möchte für meinen Körper selber entscheiden können. Nach 19 Jahren im Pflegeberuf, den ich über alles liebe, bin ich total traurig, was gerade passiert. Auch viele andere Kolleginnen sind traurig, die jetzige Situation ist es kaum noch zum Aushalten. Wenn ich mich impfen lassen müsste, bin ich auf jeden Fall weg. Für mich gibt es keine Alternative. Der Mangel in der Pflege würde durch die Impfung enorm verschärft. Ich habe viele Kolleginnen, die genau so denken. Es versteht keiner, versteht keiner, was da gerade abläuft.“

„Ich stehe hier, weil ich ein freier Mensch bin, weil ich mich einfach nicht impfen will und einen Impfzwang nicht begrüße.“

„Ich komme aus dem pädagogischen Bereich und wehre mich gegen eine Impfpflicht. Das muss eine freie Entscheidung bleiben, ganz einfach. Es darf nicht sein, dass man gezwungen wird zu einer Impfung, die nicht sicher ist. Das ist in keiner Weise eine für mich überzeugende Impfung. Und wenn die Pfleger gezwungen werden, sind die Pädagogen als nächstes dran.“

„Ich arbeite seit 15 Jahren in der Altenfachbetreuung, wir sind genauso betroffen wie die Pfleger in den Kliniken. Ob ich meinen Beruf weiter ausüben kann, weiß ich nicht. Wenn ich gekündigt werde, bekomme ich kein Arbeitslosengeld und wahrscheinlich auch keinen neuen Job, wenn ich nicht geimpft bin. Impfen wäre für mich der letzte Ausweg.“

„Ich finde, dass die Krankenschwestern selber entscheiden dürfen, ob sie impfen oder nicht. Ich arbeite als Bilanzbuchhalter und in der Personalvermittlung, unterstütze aber das Pflegepersonal. Denn gerade die brauchen wir ja in den Krankenhäusern, wenn viele erkranken.“

„Wir sind aus Salzburg gekommen zu zweit und möchten den Menschen, die hier sind, Kraft geben und Danke sagen, dass sie den Mut finden aufzuzeigen, dass das, was hier abgeht, nicht in Ordnung ist.“

„Mein Papa war Baujahr 1922 und war als junger Mann leider in den Krieg eingezogen und in russischer Gefangenschaft. Er hat immer zu mir gesagt, Dirndl pass auf, du glaubst nicht zu was die Menschen fähig sind, ja, du glaubst nicht, wie schnell sich etwas spaltet, ich habe es nie verstanden, nie. Jetzt weiß ich es.“

„Ich bin diplomierte Krankenpflegerin und arbeite seit 1991 in dem Beruf – also 30 Jahre. Bei dem Gedanken meinen Beruf aufgeben zu müssen, kommen mir die Tränen in die Augen, weil ich das einfach nicht will. Es werden mehr, die protestieren, aber wir sind immer noch viel zu wenig. 20.11. in Wien sind es hoffentlich viel mehr.“

25 O-Töne – etwas geschliffen, dem Format Text geschuldet. 25 Stimmen von Menschen, die für den freien Impfentscheid auf der Straße standen. 25 von mehr als 500. Hoffen wir, dass es am 20.11. in Wien Zigtausende sein werden. 

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